Chipindustrie
Europas größter Chiphersteller baut 4500 Jobs ab

Weltweit stecken die Chiphersteller in der Klemme. Das gilt auch für Europas größtes Unternehmen in dieser Branche: STM. Der Konzern erwartet deutliche Markteinbrüche und will deswegen Tausende von Stellen streichen.

HB PARIS. Der führende europäische Mikrochip-Hersteller STMicroelectronics (STM) erwartet in diesem Jahr einen Einbruch des Marktes um ein Viertel. Im ersten Halbjahr könne der Absatz noch deutlich stärker einbrechen, teilte das französische-italienische Unternehmen am Mittwoch in Genf mit. STM plane deshalb 2009 Einsparungen von 700 Millionen Dollar und den Abbau von 4500 Stellen.

Damit verliert jeder zehnte Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz. An der Pariser Börse notierte die Aktie am Mittwoch stabil bei 4,29 Euro. 2008 ging der STM-Umsatz um 1,6 Prozent auf 9,84 Milliarden US-Dollar zurück. Damit konnte der Konzern seinen Weltmarktanteil auf 6,7 Prozent ausbauen. Der operative Verlust verringerte sich von 545 auf 198 Millionen Dollar. Unter dem Strich stieg der Verlust wegen hoher Umstrukturierungskosten aber von 477 auf 786 Millionen Dollar.

STM habe seine Marktstellung gefestigt und habe trotz eines harten Schlussquartals wegen der Absatzflaute in der Auto- und der Handybranche eine solide Finanzbasis geschaffen, sagte Konzernchef Carlo Bozotti. Im laufenden Quartal dürfte der Umsatz aber wegen der Marktkrise nur 1,5 bis 1,85 Milliarden Dollar erreichen. Als Prioritäten für 2009 nennt STM den Ausbau der Marktanteile und die Sicherung eines soliden Kapitalflusses. Der Konzern baut Chips für Computer, Autoelektronik und Telefone, Smartcards und Wireless-Produkte.

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