Chipkonzern
AMD reagiert mit Entlassungen auf Umsatzrückgang

Der Chipkonzern AMD zieht aus den schwachen Quartalszahlen Konsequenzen: Es werden Mitarbeiter entlassen. Erst vergangene Woche hatte es einen überraschenden Chefwechsel gegeben.
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SunnyvaleDer US-Chiphersteller Advanced Micro Devices entlässt nach einem schwachen Quartal sieben Prozent seiner Mitarbeiter. Von dem Personalabbau sind weltweit rund 700 Stellen betroffen, wie der Intel-Rivale am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. Weltweit hat AMD rund 10.000 Beschäftigte.

Bei AMD hatte es vergangene Woche einen überraschenden Chefwechsel gegeben. Lisa Su, die bisher für das operative Geschäft zuständig war, übernahm den Spitzenjob mit sofortiger Wirkung.

Die neue Chefin will die Abhängigkeit AMDs vom PC-Markt verringern und peilt deshalb weitere Restrukturierungen an. Der Nettogewinn brach im dritten Quartal auf 17 Millionen von 48 Millionen Dollar im Vorjahr ein. Der Umsatz sank um zwei Prozent auf 1,43 Milliarden Dollar. AMD bekam die Flaute auf dem PC-Markt in den vergangenen Jahren deutlich zu spüren. Das Unternehmen setzt nun verstärkt auf Prozessoren für Spielekonsolen.

Für das laufende Quartal gab sich das im kalifornischen Sunnyvale ansässige Unternehmen pessimistisch: AMD erwartet im Schlussquartal einen Umsatzrückgang verglichen mit dem Vorquartal um rund 13 Prozent. Im nachbörslichen US-Handel fiel die Aktie um rund fünf Prozent.

Konkurrent Intel hat dagegen im abgelaufenen Quartal überraschend viel verdient. Der Gewinn der Amerikaner legte binnen Jahresfrist um zwölf Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar zu. Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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