Chipkonzern
Infineon weist Vorwürfe über „Luftbuchungen“ zurück

Der Chipkonzern Infineon hat einen Zeitungsbericht über angebliche Vorwürfe der sächsischen Landesregierung im Zusammenhang mit seiner schwer angeschlagenen Tochter Qimonda zurückgewiesen. "Die Behauptungen, der Mutterkonzern Infineon habe "Luftbuchungen" im Rettungskonzept von Infineon und Qimonda vorgenommen, sind falsch", erklärte das Unternehmen.

HB MüNCHEN. Damit reagierte Infineon auf einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Darin hieß es, die sächsische Landesregierung erhebe schwere Vorwürfe gegen Infineon. Im Rettungskonzept für Qimonda gebe es "Luftbuchungen", berichtete das Blatt unter Berufung auf Regierungskreise.

Die Regierung fühle sich von dem Münchner Konzern getäuscht, weil das Chip-Unternehmen Aufträge in seinen Unterlagen aufgeführt habe, die wahrscheinlich unrealistisch seien. Diese Vorwürfe würden "auf das Schärfste" zurückgewiesen, erklärte Infineon. "Unabhängig davon wäre Infineon weder berechtigt noch in der Lage, Buchungen bei der selbstständigen und börsennotierten Gesellschaft Qimonda vorzunehmen".

Der von Qimonda vorgestellte Geschäftsplan sei von den renommierten Prüfungsgesellschaften Price Waterhouse Coopers (PWC) und Arthur D. Little (ADL) geprüft worden. "Während der Verhandlungen wurde Infineon mit keinerlei Vorwürfen, wie sie jetzt laut "Süddeutscher Zeitung" von Regierungskreisen erhobenen werden, konfrontiert", hieß es in der Mitteilung. Auch der in dem Bericht dargestellte Vorwurf, Infineon habe verschiedenen Gesprächspartnern unterschiedliche Vorschläge unterbreitet, sei falsch. "Richtig ist: Infineon hat im Verhandlungsverlauf das ursprüngliche Angebot zur Unterstützung von Qimonda substanziell verbessert und nach oben korrigiert", erklärte das Unternehmen.

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