Chipkonzern
Starkes Wachstum macht Infineon optimistischer

Gute Aussichten für Infineon: Der Halbleiterkonzern verzeichnet einen deutlichen Gewinn im ersten Quartal. Vorstandschef Ploss blickt nun mit Zuversicht auf das Jahr 2014 und hat bereits große Erwartungen.
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MünchenUnerwartet kräftiges Wachstum im zweiten Quartal stärkt beim Halbleiterkonzern Infineon die Zuversicht. Der Vorstand rechnet nun im Gesamtjahr mit einem Anstieg von Umsatz und Rendite auf „Werte mindestens am oberen Ende der bislang prognostizierten Spannen“, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Damit werde Infineon schneller wachsen als der Markt. Der Chipkonzern hat bisher ein Erlöswachstum von sieben bis elf Prozent und eine operative Marge von elf bis 14 Prozent in Aussicht gestellt. Die Aktien standen vorbörslich mit einem Plus von 2,6 Prozent bei Lang & Schwarz an der Dax-Spitze.

Die Nachfrage nimmt zu und die Auftragsbücher füllen sich weiter“, erklärte Vorstandschef Reinhard Ploss. Der Umsatz legte binnen Jahresfrist um 14 Prozent und seit dem ersten Quartal um sieben Prozent auf 1,05 Milliarden Euro zu – etwas stärker, als von Reuters befragte Analysten im Schnitt erwartet hatten. Der operative Gewinn verdoppelte sich im Jahresvergleich auf 146 Millionen Euro, das war ein Viertel mehr als im Vorquartal. Der Überschuss stieg auf 124 Millionen Euro. Mit beiden Ergebniswerten übertraf Infineon selbst die optimistischsten Expertenschätzungen.

Überdurchschnittlich starkes Wachstum erwartet Ploss im Geschäft mit Industrieantrieben und Zugausrüstungen, wo der Konzern im abgelaufenen Quartal eine gute Nachfrage verzeichnet habe. Eine wichtige Stütze bleibt die Automobilindustrie, von deren weltweitem Wachstum Infineon weiterhin profitierte. „Besonders erfreulich war die überdurchschnittlich hohe Nachfrage bei deutschen Premium-Herstellern“ , erklärte das Unternehmen aus Neubiberg bei München. Das Geschäft mit Ausrüstungen für Mobilfunknetzwerke und Bezahlkarten legte ebenfalls zu.

Im dritten Vierteljahr soll der Umsatz im Quartalsvergleich um vier bis acht Prozent steigen. Ploss rechnet mit einer Marge wird zwischen 14 und 16 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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