Chipsparte
Toshiba-Aktionäre genehmigen Milliarden-Verkauf

Die Aktionäre des Elektronikkonzerns Toshiba haben dem milliardenschweren Verkauf der Chipsparte zugestimmt. Der US-Finanzinvestor Bain Capital wird dafür umgerechnet rund 15 Milliarden Euro zahlen.
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DüsseldorfDie Toshiba-Aktionäre haben den Verkauf der Chipsparte abgesegnet. Auf einem außerordentlichen Treffen der Anteilseigner stimmten sie der Veräußerung an den US-Finanzinvestor Bain Capital für umgerechnet rund 15 Milliarden Euro zu, wie der japanische Elektronikkonzern am Dienstag mitteilte. Das Toshiba-Führungsgremium hatte nach einem unerwartet langen Bieterstreit im September den Verkauf seiner Chipsparte Toshiba Memory Corporation (TMC) an Bain beschlossen, der bis März über die Bühne gehen soll.

Ohne die Einnahmen aus dem Verkauf droht Toshiba ein hoher Verlust im laufenden Bilanzjahr. Toshiba benötigt das Geld aus dem Geschäft umgehend, um sich nach der Insolvenz der US-Kraftwerkstochter Westinghouse neu aufzustellen. Das 140 Jahre alte Unternehmen stellt neben Halbleitern unter anderem Fernseher, Industrie-Kameras, Drucker und Energietechnik her. Die Kreditgeber hatten den japanischen Traditionskonzern dazu gedrängt, noch im September den Chip-Verkauf über die Bühne zu bringen. Sie argumentierten, dass nur in dem Fall noch genügend Zeit ist, damit die Wettbewerbsbehörden die Transaktion ausreichend prüfen und noch vor Beendigung des laufenden Geschäftsjahres grünes Licht erteilen können. Sollte dies nicht gelingen, dürfte Toshiba große Finanzprobleme bekommen und müsste sich wohl von der Börse zurückziehen.

Auch bei Toshibas Chipsparte stehen dringende Investitionen an. Ansonsten droht die Nummer zwei in der Welt den Anschluss zu verlieren, da viele Rivalen gerade aus dem Vollen schöpfen und Geld ins Chipgeschäft stecken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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