Christopher Bancroft wehrt sich
Murdoch und Dow Jones unterzeichnen Vorvertrag

Die News Corp. von Rupert Murdoch will nach einem Bericht des "Wall Street Journals" den US-Medienkonzern Dow Jones für fünf Mrd. Dollar (3,6 Mrd. Euro) übernehmen. Eine vorläufige Übereinkunft sei erzielt worden, hieß es. Allerdings muss die Eignerfamilie Bancroft noch zustimmen. Ihr "Ja" ist keinesfalls sicher ist.

HB NEW YORK. Das Medienunternehmen News Corp von Rupert Murdoch hat nach Informationen des "Wall Street Journal" eine vorläufige Übereinkunft zum Kauf des Finanznachrichtendienstes Dow Jones erzielt. Die Vereinbarung basiere auf dem ursprünglichen Angebot von fünf Milliarden Dollar, berichtet das Blatt. Das Direktorium von Dow Jones solle am Dienstag informiert werden.

Der Vereinbarung müsse aber noch die Bancroft-Familie zustimmen, die 64 Prozent der Stimmrechte bei Dow Jones kontrolliert. Dem Bericht zufolge soll der Vertragentwurf dem Dow-Jones-Direktorium am Dienstag zur Zustimmung vorgelegt werden. Am Donnerstag werde er der Bancroft- Familie vorgestellt. Ihre Entscheidung werde in der kommenden Woche erwartet, berichtete die Zeitung weiter.

Am Vortag verlautete, ein Mitglied der Eignerfamilie Bancroft wolle den Verkauf an Murdoch noch verhindern. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person bestätigte, dass sich Christopher Bancroft weitere Stimmrechte sichern wolle, um eine Übernahme durch Murdoch blockieren zu können. Dazu sei er mit Beteiligungsfirmen und Hedge-Fonds in Kontakt. Die Familie Bancroft hält insgesamt 64 Prozent der Stimmrechte.

In der Bancroft-Familie waren immer wieder Bedenken geäußert worden, dass die Reputation von Dow Jones als seriöser Finanznachrichtendienst durch eine Übernahme leiden könnte. Dabei bereitet den Hauptanteilseignern vor allem die mögliche Einmischung Murdochs in journalistische Entscheidungen Kopfzerbrechen.

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