Cinemaxx-Eigner Kloiber hofft jetzt auf gute Filme
Kinobranche gibt 2005 bereits verloren

Der Medienunternehmer Herbert Kloiber, Hauptaktionär der Kinokette Cinemaxx, sagt der Kinobranche in Deutschland eine Erholung voraus: „Die Versorgung mit guten Filmen wird 2006 besser als in diesem Jahr ausfallen.“ Vor allem die deutschen Produktionen „Hui Buh – Das Schlossgespenst“ von Bully Herbig („Der Schuh des Manitu“) und Bernd Eichingers Verfilmung des Erfolgromans „Das Parfüm“ sollen den Kinobesuch wieder ankurbeln. Die beiden Produktionen der Münchener Constantin Film AG gelten in der Branche als sichere Bank.

DÜSSELDORF. Eine starke einheimische Filmproduktion sichere auch hohe Besucherzahlen in den Kinos, meint Cinemaxx-Aufsichtsratschef Kloiber. Das sieht auch der Konkurrent Cinestar so: „Für uns ist eine stabile Produktion in Deutschland sehr wichtig. Das ist das Sahnehäubchen im Geschäft“, sagt ein Sprecher der größten deutschen Kinokette.

Doch nicht nur die deutschen Filme, sondern auch Hollywood-Produktionen sollen wieder mehr Zuschauer anlocken. Für das nächste Jahr versprechen sich die Filmtheater insbesondere von der Verfilmung von Dan Browns Bestseller „Da Vinci Code“ mit Tom Hanks in der Hauptrolle gute Geschäfte. Auch der dritte Teil von „Mission Impossible“, eine Produktion von Sony Pictures, und „Superman returns“ von Warner Bros. gelten als Hoffnungsträger.

Trotz der positiven Aussichten gibt es jedoch einen Risikofaktor: Die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. „Der Juli wird wegen der WM kein Vergnügen“, heißt es bei Cinestar. „Die Verleiher meiden die Zeit vor und nach der WM für den Start ihrer Filme. Die WM ist Gift für die Branche“, sagt ein Kenner.

Die Kinoketten wollen daher versuchen, die WM positiv nutzen. Fast alle Multiplexe werden auf das Medienereignis mit Live-Übertragungen der Partien reagieren, um leere Kinosäle zu vermeiden. Ob die Rechnung aufgeht, ist allerdings offen.

Dieses Jahr gibt die Kinobranche angesichts der Konjunkturschwäche weitgehend verloren. Die Mischung aus anhaltender Konsumunlust, Überkapazitäten und unattraktiven Filmen haben der Branche zuletzt schwer zugesetzt. In den ersten sechs Monaten ist nach Angaben der Filmförderanstalt in Berlin die Zahl der Kinobesucher um annähernd 17 Prozent zurückgegangen. „Für exzellente Zahlen sind nach wie vor die amerikanischen Blockbuster unabdingbar – und die blieben im ersten Halbjahr aus“, teilte die Filmförderanstalt mit. Hollywood-Produktionen wie „Batman begins“ von Warner Bros oder den Animationsfilm „Robots“ von 20th Century Fox erwiesen sich als Flops.

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