Computer-Hersteller
Acer drängt mit Netbooks in die Handy-Läden

Der Computerhersteller aus Taiwan drängt in die Mobilfunkgeschäfte. Dazu kooperiert Acer mit T-Mobile. Für einen UMTS-Vertrag gibt es das passende Netbook so oft für nur einen Euro dazu. Die Nachfrage ist riesig. Doch die Rezession lässt auch Acer nicht kalt.

MÜNCHEN. Kein anderer Hersteller hat zuletzt so viele Computer in Deutschland verkauft wie Acer. Damit dies so bleibt, drängt der Konzern aus Taiwan jetzt in die Mobilfunkgeschäfte. "Da entsteht ein ganz neuer Vertriebskanal für uns", sagte Stefan Engel, Deutschlandchef von Acer, im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Immer öfter gehen die Deutschen in die Handyläden, wenn sie sich einen neuen Rechner zulegen. Das hat seinen Grund: In den Geschäften gibt es die neueste Generation der Taschencomputer, die sogenannten Netbooks, schon für einen Euro. Allerdings müssen die Käufer dafür einen Mobilfunkvertrag unterschreiben. Das ist den meisten Nutzern ganz recht, denn so können sie mit dem kleinen, leichten Laptop auch unterwegs ins Internet.

Der koreanische Elektronikkonzern Samsung hat das Geschäft früh erkannt und verzeichnet aufgrund seiner langjährigen Beziehungen zu den Mobilfunk-Anbietern fantastische Wachstumsraten in diesem Bereich. Doch jetzt macht Acer Druck und kooperiert etwa mit dem Netzbetreiber T-Mobile. "Die Nachfrage nach Netbooks mit integrierter UMTS-Funktion ist riesig", sagt Engel. Per UMTS lässt sich auch unterwegs schnell im Netz surfen.

Vor ein paar Jahren war Acer in Deutschland noch so gut wie unbekannt. Das PC-Geschäft hat Fujitsu Siemens aus München mit weitem Abstand angeführt. Doch damit ist es längst vorbei: Fujitsu Siemens hat sich zuletzt mehr auf Großrechner fokussiert und forciert diese Strategie seit der Komplett-Übernahme durch Fujitsu Anfang April noch einmal. Der US-Konzern IBM hat sich sogar ganz aus diesem Feld zurückgezogen. Das frei werdende Terrain haben insbesondere Konzerne aus Asien besetzt, allen voran Acer, aber auch Asus. Im ersten Quartal 2009 hat Acer laut IDC das Klassement der größten Computerproduzenten hierzulande mit weitem Abstand vor dem US-Konzern Hewlett-Packard angeführt. Acer hat den Marktanteil von 12,3 Prozent vergangenes Jahr auf 17 Prozent ausgebaut.

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