Computer
IBM verhandelt mit Lenovo über Serversparte

IBM könnte schon bald einen weiteren Teil seines verlustreichen Hardware-Geschäftes loswerden. Nach gescheiterten Gesprächen mit PC-Bauer Lenovo laufen die Verhandlungen offenbar wieder.
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New YorkDer US-Konzern International Business Machines (IBM) verhandelt einem Insider zufolge mit dem weltgrößten PC-Hersteller Lenovo erneut über den Verkauf einer Servertochter.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters von einer mit der Angelegenheit vertrauten Person erfuhr, geht es dabei um die Sparte x86, die Computer für Firmenrechenzentren anbietet. Lenovo erklärte nur, man verhandele über einen potenziellen Zukauf, nannte aber keine Namen. Zudem gebe es noch keine Vereinbarung. IBM äußerte sich nicht.

Insidern zufolge verhandelten die beiden Unternehmen bereits im vergangenen Jahr über die Sparte, konnten sich aber nicht auf einen Preis einigen. Lenovo übernahm bereits im Jahr 2005 die PC-Sparte von IBM und verkauft bis heute Notebooks unter dem Namen ThinkPad, den früher der US-Konzern benutzte.

„Der Deal würde für beide Parteien Sinn machen“, sagte Albert Moel, ein Analyst in Hong Kong „Business Insider“. IBM versucht sich seit geraumer Zeit auf Software zu konzentrieren, und sich vom verlustreichen Hardware-Geschäft zu trennen. Der PC-Bauer Lenovo kämpft derweil mit Zukäufen gegen Verluste aus dem schrumpfenden PC-Markt.

„Lenovo versucht seit einer Weile in den Server-Markt vorzustoßen“, sagte Moel. „Wenn der Preis stimmt, wäre das gut für Lenovo.“ Einem Bericht des Wall Street Journal interessiert sich auch der US-PC-Hersteller Dell für die Serversparte von IBM.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Michaël Jarjour
Michaël Jarjour
Handelsblatt / Freier Journalist

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