Computer-Prozessoren
IBM setzt massiv auf Chipforschung

Mit Hardware konnte IBM zuletzt keinen Blumentopf mehr gewinnen - und pumpt nun Milliarden in die Chipforschung. Dabei setzt IBM auf ein Material, das sich keine der anderen großen Firmen bislang vorgeknöpft hat.
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WashingtonDer Computerriese IBM will mit Milliardeninvestitionen den nächsten Durchbruch in der Chip-Technologie erzwingen. Drei Milliarden Dollar will der US-Konzern in den kommenden fünf Jahren in die Chipforschung stecken, wie er am Mittwoch mitteilte.

IBM hofft, mit einem Innovationsschub seine schwächelnde Hardware-Sparte wiederzubeleben. Im vergangenen Jahr hatte IBM konzernweit sechs Milliarden Dollar für Forschung und Entwicklung ausgegeben.

In einer Woche will der Konzern seine Bilanz des zweiten Quartals vorlegen. Im ersten Quartal war der Umsatz der Hardware-Sparte um 23 Prozent eingebrochen.

IBM setzt auf kleinere und effizientere Computer-Prozessoren. Dabei erforscht der Konzern neue Materialien zur Chipherstellung wie Nanoröhren aus Kohlenstoff, die stabiler und hitzebeständiger als die derzeit genutzten Werkstoffe sein und schnellere Verbindungen ermöglichen sollen.

"Die Botschaft an unsere Investoren ist, dass wir an diesen Bereich glauben", sagte Tom Rosamilia von IBM. Die bisher gebräuchlichen Siliziumchips bieten nach Meinung von IBM keine großen Entwicklungsmöglichkeiten mehr. Die Amerikaner sind die einzige große Firma, die in die Carbonchip-Forschung investiert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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