Computerbranche
Cisco bleibt locker - trotz Gewinneinbruch

Beim Netzwerkausrüster Cisco sind Umsatz und Gewinn eingebrochen. Dennoch ist Cisco positiv gestimmt. Denn der Branchenprimus sieht Licht am Ende des Tunnels.

HB SAN JOSE. Der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco sieht nach Monaten der Krise erste Anzeichen einer Stabilisierung des Marktes. Umsatz und Gewinn brachen im vergangenen Quartal allerdings wegen der anhaltenden Wirtschaftsflaute erneut heftig eingebrochen. Analysten hatten jedoch nach Vorwarnungen des US-Konzerns ein noch schlechteres Abschneiden befürchtet. Der Überschuss stürzte in dem Ende April abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal um fast ein Viertel auf 1,3 Mrd. Dollar ab. Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf knapp 8,2 Mrd. Dollar (6,1 Mrd Euro), wie Cisco nach US- Börsenschluss am Sitz im kalifornischen San Jose bekanntgab.

Cisco-Chef John Chambers sprach am Mittwochabend von ersten Anzeichen einer Erholung. Erstmals seit langem hätten große Kunden von einer gewissen Stabilisierung gesprochen. "Endlich haben sie etwas festen Boden unter den Füßen." Die Talfahrt bei den Aufträgen sei zumindest im Vergleich zum Vorquartal zu Ende gegangen. Cisco habe sowohl in guten als auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gezeigt, dass es profitabel sein kann, betonte Finanzchef Frank Calderoni. "Mit mehr als 33 Mrd. Dollar in Cash und Investments bietet uns unsere starke finanzielle Position ein solides und flexibles Fundament."

Das Unternehmen stellt Router und Schaltstellen (Switches) für den Datenverkehr her und gilt nicht nur in der Technologie-Industrie als wichtiges Stimmungsbarometer. Das Geschäft von Cisco hänge unmittelbar von der Arbeitsmarktsituation und dem Wachstum in Unternehmen ab, sagte Jason Ader, Analyst bei William Blair & Co., der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. "Wenn Sie ein Büro aufmachen, brauchen Sie Switches. Wenn Sie Mitarbeiter einstellen, benötigen Sie mehr Kapazität."

Für das laufende vierte Geschäftsquartal erwartet Chambers einen etwa genauso deutlichen Umsatzrückgang wie zuletzt von 17 bis 20 Prozent. Auch das ist weniger schlecht als von Experten erwartet. Doch eine Prognose sei sehr schwierig, warnte der Cisco-Chef. "Niemand weiß, wann ein Aufschwung kommt." Der Konzern war zuletzt drastisch auf die Kostenbremse getreten und hatte einen Einstellungsstopp verhängt.

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