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Computerbranche: Dell schnellt in die Höhe

Die Nachfrage beim Computerhersteller Dell stimmt. Jetzt will Dell deswegen seine Wachstumsprognose nach oben korrigieren. Und zwar deutlich.

Computer von Dell sind derzeit bei Kunden gefragt. Quelle: ap
Computer von Dell sind derzeit bei Kunden gefragt. Quelle: ap

HB AUSTIN. Die neu erwachte Kauflust von Verbrauchern und Unternehmen soll dem weltweit drittgrößten Computerhersteller Dell ein kräftiges Umsatz- und Gewinnplus bescheren. Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2011 mit 14 bis 19 Prozent mehr Umsatz und liegt damit auf dem Niveau der Expertenerwartungen. Der Betriebsgewinn werde um 18 bis 23 Prozent steigen, prognostizierte der Konzern am Mittwoch.

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Der optimistische Ausblick bestätigte, dass das Geld bei Technologieausgaben wieder lockerer sitzt. Dell geht davon aus, kräftig von der überfälligen Erneuerung von IT-Geräten profitieren zu können. Doch Dell-Manager müssen sich bei der Investorenkonferenz am Donnerstag auch auf Fragen zur Rentabilität einstellen.

Dem einst größten PC-Hersteller der Welt machen höhere Kosten für Computerbestandteile und ein harter Preiskampf auf dem Verbrauchermarkt zu schaffen. Hewlett-Packard und Acer haben Dell in den vergangenen Jahren kontinuierlich Marktanteile abgejagt. Dell ist anders als die breiter aufgestellten Konzerne wie HP oder auch IBM stark von PC-Verkäufen an US-Geschäftskunden abhängig.

Mit der Konjunkturerholung wagt der Konzern aber wieder mehr Optimismus - und überhaupt einen Ausblick. Dell hatte seit 2006 offiziell keine Geschäftsprognosen mehr abgegeben. „Dieses Jahr haben wir eine größere Stabilität im Geschäft festgestellt“, sagte Konzernchef Michael Dell. Nun setze das Unternehmen auf eine Investitionswelle in Unternehmen, die Dell ordentlich Geld in die Kassen spülen soll.

Viele Experten gehen davon aus, dass das neue, um verschiedene Funktionen erweiterte Windows-Betriebssystem von Microsoft viele Kunden zum PC-Kauf animieren wird. Windows-Programme laufen auf neun von zehn Rechnern weltweit.

Michael Dell rechnet damit, dass der Anteil der Geschäftskunden mit dem neuen Windows sieben noch im einstelligen Prozentbereich liegt. „Wir sind noch ganz am Anfang“, sagte Dell, der seit 2007 wieder an der Spitze seines Konzerns steht. Damals kehrte er auf den Chefsessel zurück, um das Ruder herumzureißen. Er hatte 1986 als Student mit dem PC-Geschäft angefangen.

Dell-Aktien gaben nachbörslich um 0,5 Prozent nach.

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