Computerhersteller beobachtet mehr Risikofreudigkeit bei seinen Kunden
IBM erwartet steigende Nachfrage

Computerkonzern IBM ist überzeugt, dass Unternehmen bereit sind, wieder mehr in Technologie zu investieren.

HB NEW YORK. Der weltgrößte Computerhersteller rechne damit, dass die Technologieindustrie rascher wachse als die Gesamtwirtschaft, sagte IBM-Finanzvorstand John Joyce am Donnerstag in New York auf einem Treffen mit Analysten. Nach einem dreijährigen Abschwung blickten die Kunden auf verschiedene Wirtschaftsdaten und hätten das Gefühl, dass jetzt vielleicht die Zeit gekommen sei. „Die Unternehmen fangen an, einige Risiken einzugehen.“ Wie schnell die Erholung einsetze, könne er allerdings nicht sagen.

Joyce bekräftigte Äußerungen, die IBM-Chef Samuel Palmisano vor rund einem Monat gemacht hatte. Damals hatte Palmisano auf einem Treffen mit Kunden in San Francisco gesagt, dass die Wirtschaftsindikatoren gut seien.

In New York beriet die IBM-Führung auch darüber, wie das Unternehmen seine Kunden unterstützen könne, flexibler und schneller zu arbeiten. IBM zufolge ist die Übernahme von Pricewaterhouse Coopers Consulting im vergangenen Jahr der Schlüssel dafür, da das Unternehmen Gesamtpakete von Technologien und Dienstleistungen anbietet. IBM will nach eigenen Angaben auch seine Dienstleistungen im Ausland ausweiten.

„Es scheint, dass sie als ein dominantes führendes Unternehmen in der Industrie wieder auftauchen“, sagte John Jones, Analyst bei Soundview Technology, mit Blick auf IBM. Das Unternehmen war Anfang der 90er Jahre fast zusammengebrochen, als die Großrechner, auf die IBM gesetzt hatte, von Personal Computern verdrängt wurden.

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