Computerhersteller
Dell prüft Verkauf von Finanzsparte

Die Krise am US-Hypothekenmarkt zieht immer weitere Kreise und trifft nun offenbar auch Unternehmen aus der Computerbranche. So prüft weltweit zweitgrößte Computerhersteller Dell laut Mitteilung vom Montag strategische Alternativen bei ihrer Finanzsparte (Wert etwa 1 Mrd. Dollar), die auch einen Verkauf einschließen.

HB SAN FRANCISCO. Hintergrund der Prüfung sei die Partnerschaft zwischen dem Konzern aus Round Rock und dem Kreditgeber CIT Group aus New York. Vor rund zehn Jahren gründeten beide Unternehmen ein Gemeinschaftsunternehmen, mit dem Dell zunächst seinen Geschäftskunden und später auch Privatkunden Finanzierungsangebote unterbreitete. CIT leide derzeit zunehmend unter ihren Investments in Subprime-Hypotheken. Neben Dell haben auch die Microsoft Corp und Avaya Geschäftsbeziehungen mit CIT.

Zudem gab Dell bekannt, das Unternehmen wolle mit Stellenstreichungen und einer Werksschließung in den kommenden drei Jahren rund drei Mrd. Dollar einsparen. Die Fabrik von Austin im US-Bundesstaat Texas solle aufgegeben werden, hieß es. Zudem würden die Kosten in den Abteilungen Design, Herstellung und Logistik, sowie die Ausgaben für Material und den Betrieb gesenkt.

Der Konzern bekräftigte darüber hinaus sein Ziel, 8800 Arbeitsplätze oder zehn Prozent seines Personals zu streichen. Bislang seien bereits 3200 Stellen abgebaut worden. Die Aktien des Konzerns stiegen nach den Ankündigungen nachbörslich um 1,1 Prozent.

Dell bereitet sich derzeit auf seine erste Analystenkonferenz seit drei Jahren vor. Analysten haben den Konzern aufgefordert, die Kosten angesichts sinkender Gewinnmargen zu senken.

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