Computerhersteller
Dell verdient so viel wie nie zuvor

Dell kann sich über ein erfolgreiches drittes Quartal freuen. Der Computerhersteller steigerte seinen Gewinn um 51 Prozent auf unterm Strich 822 Millionen Dollar. Niemals zuvor hat der Konzern mehr verdient. Verantwortlich dafür sind vor allem die Firmenkunden.
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HB ROUND ROCK. Dell hat alle Hände voll zu tun. Die Firmenkunden überhäufen den Computerhersteller weiterhin mit ihren Bestellungen. Im dritten Geschäftsquartal (Ende Oktober) stieg der Umsatz um 19 Prozent auf 15,4 Milliarden Dollar (11,3 Mrd Euro). Der Gewinn legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 51 Prozent auf unterm Strich 822 Millionen Dollar zu. Niemals zuvor hat Dell mehr verdient. Analysten hatten allerdings beim Umsatz mit 15,76 Milliarden Dollar gerechnet. Für das Gesamtjahr geht Dell nun davon aus, dass der Umsatz verglichen mit 2010 im mittleren Bereich der gesteckten Spanne von 14 bis 19 Prozent zulegen wird.

„Wir geben den Kunden, was sie wollen“, kommentierte Konzernchef und Gründer Michael Dell das Abschneiden am Donnerstag. Die Unternehmen orderten satte 33 Prozent mehr, Privatleute hielten sich indes zurück. Bei den Anlegern löste die Zwischenbilanz regelrechte Begeisterungsstürme aus. Der Kurs sprang nachbörslich um satte 8 Prozent hoch.

Die Zahlen kamen auch deshalb so gut an, weil Dell in der Vergangenheit die Erwartungen immer wieder enttäuscht hatte. Das Unternehmen ist von der Nummer eins der Computerhersteller zur Nummer drei abgestiegen - hinter Hewlett-Packard und Acer. Branchenprimus HP berichtet am kommenden Montag (22. November) über sein Quartal.

In der Branche geht die Sorge um, dass der Boom bei den PC- Verkäufen deutlich abflacht. Zuletzt hatte der Netzwerkausrüster Cisco diese Angst mit einem zurückhaltenden Ausblick geschürt. Dell hielt dem jetzt seine optimistische Weltsicht entgegen: Die Nachfrage sei weiterhin stark, hieß es, immer noch müssten die Firmen ihre veralteten Rechner austauschen.

Neben der Hardware hat Dell mittlerweile auch die hochprofitablen und krisenfesten Dienstleistungen für sich entdeckt. Damit verdienen HP oder auch eine IBM schon seit Jahren gutes Geld. Ursprünglich hatte Dell darauf gesetzt, maßgeschneiderte Computer ausschließlich im Versand zu verkaufen. Dell liefert neben Tischrechnern, Laptops, Bildschirmen und Druckern auch Großrechner und Speichersysteme.

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