Computerhersteller einen Gewinn nach Steuern in Aussicht: Maxdata kommt langsam voran

Computerhersteller einen Gewinn nach Steuern in Aussicht
Maxdata kommt langsam voran

Der Computerhersteller Maxdata AG plant für das laufende Jahr eine Umsatzsteigerung von sechs Prozent auf rund 700 Mill. Euro und eine Rückkehr in die Gewinnzone im Ergebnis nach Steuern.

pos DÜSSELDORF. Im abgelaufenen Jahr verhagelten der Preisverfall bei Monitoren und hausgemachte Probleme im Laptops-Bereich das Geschäft. Auch das wichtige Weihnachtsquartal lief nicht so wie erhofft.

Eine schwierige Situation für die neue Führungscrew um Vorstandschef Jürgen Renz und Finanzvorstand Thomas Siegler. Der Gründer und bisherige Vorstandschef von Maxdata, Holger Lampatz, war zum Jahreswechsel – früher als angekündigt – aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

Wie das im CDax notierte Unternehmen aus Marl mitteilte, wurde bei einem Jahresumsatz von 660 Mill. Euro (+0,8 Prozent) zumindest das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit 300 000 Euro ins Plus gebracht. Im Vorjahr war ein Verlust von 15 Mill. Euro angefallen. Der Geschäftsbericht soll am 25. Februar präsentiert werden.

Das Ebit im vierten Quartal – traditionell stärkstes Quartal – verbesserte sich um ein Drittel auf 7,2 Mill. Euro, blieb aber deutlich unter den eigenen Prognosen von Mitte Oktober. Da war noch ein Ebit von rund elf Mill. Euro erwartet worden.

Im Gesamtjahr konnte in allen Bereichen der Absatz in Stückzahlen gesteigert werden, jedoch gerade der Laptop-Bereich, an sich eine klassische Domäne des auf Geschäftskunden konzentrierten Unternehmens, bleib mit Plus 13,5 Prozent hinter dem Marktwachstum zurück. „Über zwei Monate waren Mainstream-Modelle nicht lieferbar“, räumt Renz ein.

„Da haben wir unsere Hausaufgaben nicht gemacht“, gibt Renz zu, der seit Anfang des Jahres das Unternehmen führt. Das soll jetzt anders werden. Neue Modelle, erstmals mit 16:9-Breitbildschirmen, sollen die Nachfrage ankurbeln und das Wachstum dann mit 25 Prozent auf dem erwarteten Marktdurchschnitt hieven.

Mit Design-Modellen gegen Preiseinbrüche

Bei Monitoren (Markenname Belinea) investiert Maxdata verstärkt in Design-Modelle. Hier sind Wettbewerber wie Samsung, Eizo oder Sony bereits sehr erfolgreich. Für solche Geräte können höhere Preise durchgesetzt werden als für die klassisch langweiligen Büro-LCD-Monitore, wo die Durchschnittspreise laut Renz im ersten Halbjahr 2004 um 30 Prozent weggebrochen sind.

Das Ebit im laufenden Jahr soll auf fünf Mill. Euro steigen, hauptsächlich durch Optimierung der Geschäftsprozesse und gesteigertes Umsatzvolumen. Die tägliche Spitzenkapazität der PC-Montage in Würselen wurde um 80 Prozent gesteigert, wofür 2,5 Mill. Euro investiert wurden. Damit sollen Lieferengpässe in den Boomzeiten zum Jahresende der Vergangenheit angehören. Zudem hat Maxdata die 41-Stunden-Woche eingeführt. Der Mitarbeiterstand werde bei rund 1 200 bleiben.

Das Projektgeschäft mit Großunternehmen (über fünf Mill. Euro pro Auftrag) will der langjährige IBM-Manager Renz von acht auf 30 Prozent Umsatz im Jahr 2007 steigern. Trotz geringer Margen winken gute Gewinne durch Vorteile im Einkauf und bessere Fixkostenauslastung. Einen Ausflug in den Privat-Konsumentenbereich wird es nicht geben. Es habe mit Saturn-Mediamarkt Gespräche gegeben, räumt Renz auf Nachfrage ein. Aber er sehe hier keine Möglichkeit einer langfristig ertragreichen Zusammenarbeit.

Der Kurs der Maxdata-Aktie zog im Tagesverlauf an der Frankfurter Börse bis zu acht Prozent an. In der letzten erreichbaren Wertpapieranalyse des Bankhauses Trinkaus & Burkhardt vom Sommer 2004 wird die Aktie – die kaum noch von Analysten verfolgt wird – als Verkauf gesehen. Eine aktuelle Stellungnahme zu den Ergebnissen war bis Redaktionsschluss nicht verfügbar.

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