Computerhersteller
Sun wieder in den schwarzen Zahlen

Der Computerhersteller Sun Microsystems hat nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen im vierten Geschäftsquartal wieder einen Gewinn eingefahren. Im Vergleich zum Vorjahresquartal (329 Mill. Dollar) sackte dieser allerdings um 73 Prozent auf 88 Mill. Dollar.

dpa-afx SANTA CLARA. Der Umsatz fiel leicht um 1,4 Prozent auf 3,78 Mrd. Dollar, teilte das Unternehmen am Freitag in Santa Clara mit. Trotz stark wachsender Nachfrage im internationalen Markt habe die schwächelnde US-Wirtschaft das Umsatzwachstum negativ beeinflusst, sagte Sun-Chef Jonatan Schwartz. Mit der Strategie seiner freien Software ("open source") sehe sich das Unternehmen allerdings gut auf Kurs.

Nach einem Minus von 34 Mill. Dollar noch im Vorquartal hatte der Konzern weitere Stellenstreichungen angekündigt. Sun ist nach Erhebungen der Marktforschung Gartner weltweit der viertgrößte Hersteller von Unternehmensservern und steht im Wettbewerb mit IBM, Hewlett-Packard und Dell. Im gesamten Geschäftsjahr 2007/08 (30. Juni) stieg der Umsatz des Unternehmens leicht um 0,1 Prozent auf 13,88 Mrd. Dollar, der Gewinn belief sich auf 403 Mill. Dollar gegenüber 473 Mill. Dollar ein Jahr zuvor.

Sun-Chef Jonathan Schwartz hatte vor rund zwei Jahren die Führung des damals angeschlagenen Unternehmens von Mitbegründer Scott Mcneily übernommen und führt seither den zuvor eingeleiteten Sparkurs fort. Mit neuer Software für Server und die bereits erfolgreiche Offenlegung der Quellcodes für Suns Betriebssystem Solaris sowie weiterer Open-Source-Software will Schwartz an IBM, Dell und Hewlett Packard - verlorene Marktanteile zurückgewinnen.

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