Computerspiele
Electronic Arts rechnet mit Jahresverlust

Kostenlose Online- und Smartphone-Spiele vermiesen dem Computerspielhersteller Electronic Arts das Geschäft. Hinter der verhaltenen Umsatzprognose steckt aber noch etwas anderes.
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Redwood/New YorkDer Computerspiele-Riese Electronic Arts („FIFA“, „Battlefield 3“) hat die Börse mit seinen Geschäftsprognosen schwer enttäuscht. Die Aktie fiel am Montag nachbörslich um knapp sechs Prozent, zeitweise erreichte das Minus fast zehn Prozent.

Während die Anleger an den Ergebnissen des Ende März abgeschlossenen vierten Geschäftsquartals wenig auszusetzen hatten, fiel der Ausblick auf das laufende Vierteljahr und das gesamte Geschäftsjahr deutlich unter den Markterwartungen aus. Zudem rechnet Electronic Arts mit einem Jahresverlust.

Anlass für die verhaltene Umsatzprognose ist die Verschiebung eines Spieletitels. Auf den Gewinnen lastet zusätzlich die geplante Investitionen von 80 Millionen Dollar in Spiele für Konsolen der nächsten Generation, wie Konzernchef John Riccitiello in einer Telefonkonferenz erläuterte. Um welche Geräte es dabei geht, sagte er nicht. Offiziell angekündigt ist bisher nur die Wii U von Nintendo, die Ende des Jahres erscheinen soll.

Die angekündigte Investition ist ein klares Bekenntnis zum Konsolen-Markt. Die Hoffnung der Spielebranche ist, dass es weiterhin genug eingefleischter Gamer geben wird, die auf ein ausgefeiltes Spielerlebnis Wert legen, für das man eine Konsole braucht.

Im vergangenen Quartal konnte Electronic Arts den Umsatz im Jahresvergleich um gut ein Viertel auf 1,37 Milliarden Dollar steigern. Beim Gewinn gab es einen Sprung von 151 auf 400 Millionen Dollar.

Im gesamten Jahr verdiente Electronic Arts wegen vorheriger Verluste aber nur 76 Millionen Dollar. Das war immerhin besser als der Verlust von 276 Millionen Dollar im Geschäftsjahr davor.

Das Geschäft der Spieleanbieter ist allerdings grundsätzlich von Schwankungen geprägt. In manchen Quartalen lassen besonders populäre Spiele die Zahlen nach oben schnellen, in anderen schlagen hingegen hohe Entwicklungskosten zu Buche.

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