Computerspiele-Hersteller
Eidos akzeptiert Übernahme-Angebot von SCi

Die Übernahme des Computerspiele-Herstellers Eidos durch die britische Spieleschmiede SCi ist perfekt.

HB LONDON. Der Vorstand habe die Kaufofferte von 104 Mill. Pfund (151 Mill. Euro) einstimmig akzeptiert, teilte Eidos am Donnerstag in London mit. Mit dem Angebot von 72,8 Pence pro Aktie übertrumpfte SCi die Offerte der ebenfalls kaufinteressierten Beteiligungsgesellschaft Elevation Partners von 50 Cent pro Aktie. Die bisherige Unterstützung für eine Übernahme durch Elevation Partners, zu denen der U2-Sänger Bono und der früherer Electronic-Arts-Chef John Riccitielo gehören, ließ der Vorstand damit fallen.

Erst Ende März schien eine Übernahme des angeschlagenen Spieleherstellers durch das kalifornische Investment-Unternehmen zum Greifen nah, als die SCi Entertainment Group überraschend ebenfalls ihr Interesse an der Mutter von Lara Croft im Spiel „Tomb Raider“ angemeldet hatte. Seit vergangenem Sommer hatte Eidos nach einem Käufer gesucht. Zuletzt waren die Verkäufe der Titel „Commando“ und „Hitman“ geringer als erwartet ausgefallen.

Da Elevation Partners nach dem Aktienangebot von SCi ihre deutlich geringere Barofferte nicht aufstocken wollten, verdichteten sich in den vergangen zwei Wochen die Hinweise darauf, dass SCi das Rennen im Übernahmepoker machen wird. SCi hat nach eigenen Angaben mittlerweile 40 Prozent der Eidos-Aktionäre hinter sich. Dies war wohl auch der Grund für das Umschwenken des Eidos-Managements. Trotzdem hat der Vorstand offenbar Bedenken, was die Zusammenlegung der beiden Unternehmen angeht, berichtet der Nachrichtendienst Dow Jones Newswires. Er sehe beispielsweise die Gefahr, das wichtige Eidos-Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.

Die Zusammenführung der Unternehmen soll in einem sechs zu eins Aktientausch vonstatten gehen. Um die Übernahme zu finanzieren will SCi 23,7 Millionen neue Aktien ausgeben. Analysten zufolge bietet die Übernahme vor allem für SCi die Chance auf schnelles Geld. Die Aktie von Eidos dagegen notierte am Nachmittag fast acht Prozent im Minus. Letztes Jahr hatte sie bereits 43 Prozent an Wert verloren.

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