Computerunternehmen weitet Verlust aus
Börse feiert Führungswechsel bei Sun Microsystems

Der Chef des kalifornischen Computerunternehmens Sun Microsystems, Scott McNealy, hat am Montag überraschend seinen sofortigen Rücktritt bekannt gegeben. McNealy stand seit 1984 an der Spitze des Unternehmens, das nach eigenen Angaben weltweit fast 40 000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Aktien reagierten nachbörslich mit einem Kurssprung.

HB SAN FRANCISCO. Ab sofort soll Jonathan Schwartz, der bislang President und COO im Unternehmen war, neuer CEO werden und damit McNealy, einen der vier Gründer von Sun Microsystems, ablösen, wie das Unternehmen am Montagabend nach US-Börsenschluss mitteilte. Sun-Aktien legten daraufhin um bis zu neun Prozent zu. Zuvor hatte das Unternehmen einen größeren Nettoverlust für das abgelaufene dritte Geschäftsquartal (per 26. März) ausgewiesen. Dank Zukäufen kletterte der Umsatz aber um rund ein Fünftel.

Bereits in der vergangenen Woche war in Medienberichten auf einen rigorosen Stellenabbau nach einem möglichen Führungswechsel spekuliert worden. McNealy hatte in den Augen von Analysten und Investoren bei der Bewahrung der Profitabilität versagt. Er habe es verpasst, umfassend Personal abzubauen sowie das Großkundengeschäft zu restrukturieren, lautete die Kritik der Beobachter.

Wie das Nasdaq-100-Unternehmen zuvor mitgeteilt hatte, bleibt McNealy Verwaltungsratschef. Er werde dabei künftig vor allem um die Pflege der Beziehungen des Unternehmens zur Politik und zur Forschung widmen. Der 51-Jährige hatte Sun 1982 mit Andy Bechtolsheim, Bill Joy und Vinod Khosla gegründet und war eine Leitfigur der Bewegung für „offene Systeme“ in der IT-Architektur. Er wurde 1984 CEO (Konzernchef) ernannt und zum Verwaltungsratschef gewählt.

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