Constantin Medien
Neuer Name und weniger Erotik für DSF

Namens- und Programmwechsel beim DSF: Das Deutsche Sportfernsehen heißt künftig Sport1 und bringt weniger Erotik-Sendungen. Der Fernseh- und Sportrechtekonzern Constantin Medien will außerdem mittels Personalabbau weitere Kosten einsparen.
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HB HAMBURG/MÜNCHEN/FRANKFURT. Die Münchner Constantin Medien will ihr Sportsegment neu ausrichten und führt dazu ihr Onlineportal sport1.de mit dem TV-Sender DSF unter der Dachmarke Sport1 zusammen, wie der Konzern am Dienstag in München mitteilte. Mit der "Einmarkenstrategie" sollen die Fernsehmarktanteile gesteigert und die "starke Position" des Online-Sportportals gesichert werden. Das DSF werde im ersten Quartal 2010 zu Sport1.

Zudem will sich der Konzern im TV stärker auf Sport fokussieren. Deswegen werden die Erotik-Call-in-Shows um 23 Uhr von Anfang 2010 an nicht mehr laufen. Mit den neu erworbenen Ausstrahlungsrechten für die Handball- und die Basketball-Bundesliga würden im Jahr 2010 mehr als 1 100 Stunden Live-Sport gesendet. Das seien zehn Prozent mehr als im laufenden Jahr.

Weiterhin will der Konzern will mittels Personalabbau weitere Kosten einsparen. Mit einem Rationalisierungsprogramm, das den Abbau von 42 Arbeitsplätzen umfasst, sollen im kommenden Jahr Einsparungen von rund sieben Mio. Euro realisiert werden, kündigte Constantin am Dienstagabend an. Die Einigung mit dem Konzernbetriebsrat sei bereits erfolgt.

Von der Einmarkenstrategie verspricht sich der Konzern eine Steigerung der TV-Marktanteile. Außerdem sollen positive Umsatz- und Kosteneffekte erzielt werden. Ferner will Constantin das News-Angebot durch neue Formate und die Fokussierung auf Fußball ausbauen.

Die im Kleinwerteindex SDax gelistete Constantin Medien war wegen der schlechten Geschäfte seiner Sportsparte mit dem TV-Sender DSF im zweiten Quartal in die Verlustzone gerutscht. Der Fehlbetrag lag bei 6,5 Mio. Euro. Dank der Vollkonsolidierung der Tochter Highlight Communications war der Umsatz auf 106,9 von 63,2 Mio. Euro gestiegen. Größter Gesellschafter des Münchener Medienkonzerns ist Ex-Medienmogul Leo Kirch.

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