Correctiv
Soros spendet für Kampf gegen Fake-News

Das Recherchenetzwerk Correctiv kann sich über eine großzügige Finanzspritze freuen: Die Stiftung von George Soros spendet mehr als 100.000 Euro an die Journalisten. Damit sollen diese Fake-News im Netz bekämpfen.
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DüsseldorfEs ist eine großzügige Spende im Dienste der Wahrheitsfindung: Die Stiftung „Open Society Foundation“ von Milliardär George Soros spendet über 100.000 Euro an das deutsche Recherchebüro Correctiv, meldet der Branchendienst „Turi2“. Damit sollen die Journalisten gegen Mythen, Märchen und verdrehte Fakten im Netz vorgehen. Den sogenannten Fake-News geht es an den Kragen.

Mit dem Geld sollen beim Recherchenetzwerk fünf Journalisten bezahlt werden, die im Netz die Falschnachrichten aufspüren. Die Verbindung zwischen Fake-News und Correctiv ist nicht neu. Mitte Januar hatte Correctiv-Leiter David Schraven bekannt gegeben, in Kooperation mit Facebook Fake-News auf dem sozialen Netzwerk aufzuspüren und nach einer Prüfung als solche zu kennzeichnen. Ähnlich verfährt Facebook mit Medienpartnerschaften zum Beispiel bereits in den Vereinigten Staaten oder Frankreich.

Für die Zusammenarbeit musste sich das Recherchenetzwerk allerhand Kritik anhören: Es reichte von Vorwürfen der Zensur bis hin zum Unverständnis darüber, warum der Milliardenkonzern Facebook Journalisten unentgeltlich beschäftigt. David Schraven rechtfertigte das Engagement damals – auch gegenüber dem Handelsblatt: Man sehe, dass Fake-News die demokratische Gesellschaft bedrohen, erklärt Schraven die Motivation der Journalisten. Und da die Falschmeldungen in den sozialen Netzwerken ihre größte Wirkung entfalten, müsse man dort eingreifen.

Soros unterstützt mit seiner „Open Society Foundation“ die Zivilgesellschaft weltweit, beispielsweise in Osteuropa. Er ist auch an der Aktion „The Giving Pledge“ von Bill Gates und Warren Buffett beteiligt. Darin verpflichten sich Superreiche, mehr als die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. Berühmt geworden ist der in Ungarn geborene und bei der dortigen populistischen Regierung mittlerweile in Ungnade gefallene Kämpfer für eine liberale Welt durch seine erfolgreiche Spekulation gegen das britische Pfund in den 1990er Jahren.

Der Faktencheck auf Facebook soll Mitte des Monats starten. Gegenüber „Turi2“ sagte Schraven, dass das Team jedoch nicht nur Meldungen auf Facebook kontrollieren werde. Die Zusammenarbeit zwischen der Soros-Stiftung und Correctiv ist ebenfalls nicht neu: Sie unterstützt bereits ein Projekt des Recherche-Netzwerks.

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  • Bein einem Alter von 86 Jahren ist das ohnehin nur noch eine Frage von ein paar Monaten. Die Zeit wird der gerechte Richter sein.

  • Könnte es sein, dass Sores auch so ein --Pädogate-- Typ ist?

    Der Typ hat ja bisher vor keiner Schweinerei halt gemacht und man kann zu recht sagen, dass er einer von denen ist, der Banker und Investoren so böse in Verruf gebracht hat.

    Wenn er nicht mehr ist, wird die Welt (wie nach Rockefeller) ein deutliches Stück schöner werden.

  • ... schon seit lägerer Zeit ist die Imagekampagne von Hr. Soros erkennbar.
    Ein Shortspekulant lt. eines Berichts des HB.
    Verdient Geld, wenn andere verlieren.
    Aber mit Geld kann man vieles kaufen und richten.

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