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21.11.2006 
Finanzinvestoren

CVC bei Pro Sieben aus dem Rennen

Der Finanzinvestor CVC ist Branchenkreisen zufolge im Bieterwettstreit um den Münchener TV-Konzern Pro Sieben Sat1 ausgeschieden. Derweil sollen andere Finanzinvestoren bereits konkrete Pläne für die Zeit nach einer Übernahme machen.

HB FRANKFURT/MÜNCHEN. „CVC ist raus“, sagte eine mit der Situation vertraute Person am Dienstag zu Reuters. Ein zweiter Eingeweihter bestätigte dies und sagte, ein Grund für das Ausscheiden sei, dass die Beteiligungsgesellschaft - anders als Mitbewerber - noch nicht im Mediensektor engagiert sei. Damit seien die Möglichkeiten von CVC auch bezüglich der Höhe eines Angebots geringer als die der Mitbewerber, da sich Synergien nicht heben ließen. Die Entscheidung über den Ausstieg aus dem Verkaufsprozess sei in den vergangenen 24 Stunden gefallen.

CVC selbst lehnte eine Stellungnahme ab. Auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete aus ihrer Mittwochsausgabe, dass der Finanzinvestor den Rückzug angetreten habe. Finanzkreisen zufolge sind unter anderem noch zwei Konsortien bestehend aus Apax und Goldman Sachs sowie Permira und KKR im Rennen.

Haupteigner von Pro Sieben Sat1 ist eine Investorengruppe um den US-Milliardär Haim Saban. Diese hatte nach dem Zusammenbruch des Medienimperiums von Leo Kirch 88 Prozent der Stammaktien und 13 Prozent der börsennotierten Vorzugsaktien gekauft.

Die Finanzinvestoren Permira und KKR planen unterdessen nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ einen TV-Konzern mit Sitz in München, falls sie den Zuschlag für den deutschen TV-Konzern Pro Sieben Sat1 erhalten. Zudem wollten beide Finanzinvestoren den deutschen TV-Konzern mit der europaweit agierenden Sendergruppe SBS unter dem Dach von Pro Sieben Sat1 zusammenführen, berichtet das Blatt unter Berufung auf Kreise, die mit den Verhandlungen vertraut seien. Der Sitz des neuen Konzerns mit dann drei Mrd. Euro Umsatz solle Unterföhring bei München sein. Auch die Notierung an der Frankfurter Börse solle aufrechterhalten werden, mittelfristig werde eine Aufnahme in den Dax angestrebt.

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