Cyberangriff
Syrische Hacker kapern „Washington Post“

Leser der US-Zeitung, die auf einen Artikel klickten, wurden auf eine Internetseite von Unterstützern des Assad-Regimes umgeleitet. Es ist nicht das erste Mal, dass Medien Opfer von syrischen Hackern werden.
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New YorkUnterstützer des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad haben den Internetauftritt der „Washington Post“ gehackt. Nach Angaben der Zeitung wurden Leser am Donnerstag auf die Homepage der „Syrian Electronic Army“ umgeleitet, wenn sie auf Artikel klicken wollten. Man arbeite an dem Problem, sagte Unternehmenssprecherin Kristine Coratti.

Die Gruppe mit dem Kürzel SEA ist für eine Reihe ähnlicher Cyberattacken auf Medienunternehmen verantwortlich und wirft wetlichen Medien vor, falsch über den Bürgerkrieg in Syrien zu berichten. Geknackt wurden bislang unter anderem Twitter-Accounts der Nachrichtenagentur Associated Press (AP), des TV-Senders Al-Dschasira English sowie der britischen Medien „Guardian“ und BBC. Über den AP-Twitter-Account war Ende April von der Gruppe die Falschmeldung verbreitet worden, dass es einen Angriff auf das Weiße Haus gegeben habe.

Die „Washington Post“ ist eine der renommiertesten Zeitungen der USA und weltweit. Erst vergangene Woche hatte Amazon-Gründer und Multimilliardär Jeff Bezos bekanntgegeben, dass er das Blatt und andere Zeitungen des US-Verlagshauses für 250 Millionen Dollar (190 Millionen Euro) kauft.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • Dieser Artikel gibt nachzudenken. Wenn die Presse die Ereignisse so darstellt, wie auch gern die innerpolitischen Ereignisse in Deutschland von den deutschen Presse/Medien, dann ist der Wahrheitsgehalt so eine Sache.... Man weiß nie, genau, was stimmt. Da gibt es nur wenige, die neutral berichten - so gut es geht, Danke Handelsblatt.

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