Cyberkriminalität Amazon-Händler sind im Visier von Hackern

Amazon kämpft immer mehr mit Cyber-Betrügern: Kriminelle verschaffen sich Zugang zu Händler-Konten und legen Verbraucher mit falschen Angeboten herein. Bei welchen Anzeichen Kunden stutzig werden sollten.
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Das Hacken von Amazon-Konten steige, sagte Juozas Kaziukenas von der Beratungsfirma Marketplace Pulse dem „Wall Street Journal“. Quelle: dpa
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Das Hacken von Amazon-Konten steige, sagte Juozas Kaziukenas von der Beratungsfirma Marketplace Pulse dem „Wall Street Journal“.

(Foto: dpa)

BerlinDrittanbieter auf der Handelsplattform Amazon geraten zunehmend ins Visier von Cyber-Betrügern. Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ vom Montag verschaffen sich die Kriminellen mit gestohlenen Daten Zugang auf die Angebotsseite und locken Verbraucher mit gefälschten und scheinbar besonders günstigen Angeboten an. In den vergangenen Wochen hätten Angreifer die Bankdaten von Amazon-Accounts aktiver Händler manipuliert und diese um Zehntausende von Dollar geprellt, heißte es in dem Bericht weiter. In vielen Fällen würden die Marktauftritte auch missbraucht, um nicht existierende Ware zu verkaufen.

Die Masche ist auch in Deutschland bekannt. Das Online-IT-Magazin „Heise Online“ berichtete etwa im Februar über rund 200 gekaperte Verkäuferkonten, die ein Leser innerhalb von nur drei Wochen ermittelt hatte. Teilweise sollen die Betrüger bis zu 200.000 nicht existente Artikel eingestellt haben. Amazon hatte die Shops vielfach binnen weniger Stunden nach Bekanntwerden vom Netz genommen, neue kamen aber immer wieder hinzu.

Die zehn größten Onlinehändler in Deutschland
Platz 10: Apple.com/de
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Im Smartphone-Geschäft top, im Internethandel flop? Nicht ganz, allerdings landet Apple nur auf dem zehnten Platz im Ranking der größten Onlineshops in Deutschland. Das wertvollste Unternehmen der Welt aus Kalifornien macht im deutschen E-Commerce 2015 einen Umsatz von „nur“ 370 Millionen Euro.

Quelle: EHI Retail Institute

Platz 9: Alternate.de
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Dieser Onlineshop ist hauptsächlich im Elektronikgeschäft tätig. Der Versandhändler für Hardware liegt, wie im Vorjahr, auf dem neunten Platz. Der deutschlandweite Umsatz lag 2015 bei 377 Millionen Euro.

Platz 8: Conrad.de
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Mit einem Umsatz von 433 Millionen Euro liegt der Elektronikversandhändler Conrad auch 2015 wieder auf dem achten Platz des Rankings. Das Unternehmen aus dem bayerischen Hirschau betreibt neben dem Onlineshop 25 Filialen in Deutschland.

Platz 7: Tchibo.de
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Das Internet-Geschäft von Tchibo läuft, dennoch verliert der Onlineshop einen Platz zum Vorjahr: 2015 erwirtschaftete Tchibo.de mit Kaffeeprodukten, Kleidung und Möbeln einen Umsatz in Höhe von 450 Millionen Euro und belegt damit den siebten Platz.

Platz 6: Bonprix.de
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Die Otto-Tochter Bonprix wirbt mit günstigen Preisen für Damen-, Herren und Kindermode. Im Vergleich zum Vorjahr kann sich der Onlineshop um einen Platz verbessern und klettert 2015 auf Rang sechs – mit einem Umsatz in Höhe von 485 Millionen Euro.

Platz 5: Cyberport.de
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Cyberport ist auf Wachstumskurs. Nicht nur der stationäre Handel, auch das Online-Geschäft entwickelt sich positiv. Mit einem Umsatz in Höhe von 491 Millionen Euro in Deutschland konnte der Elektrohändler 2015 den fünften Rang, den er schon im Vorjahr belegte, verteidigen.

Platz 4: Notebooksbilliger.de
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Seit zwölf Jahren macht der Online-Händler Notebooksbilliger.de anderen Elektronikhändlern mit besonders günstigen Angeboten Konkurrenz – und das erfolgreich. Das Portal für Unterhaltungselektronik, Computer, Handys und Zubehör landet wie im Vorjahr auf Platz vier mit einem Umsatz von 611 Millionen Euro.

Amazon-Konten zu hacken sei eine zunehmend große Sache, sagte Juozas Kaziukenas von der Beratungsfirma Marketplace Pulse dem „Wall Street Journal“. „Der Wert, der erreicht werden kann, wird immer größer, weil Amazon wächst.“ Hierzulande haben Polizei und Verbraucherschützer wiederholt davor gewarnt, auf offensichtliche Lockangebote einzugehen.

Bei Produkten, die deutlich unter dem üblichen Preisrahmen angeboten werden, sei Vorsicht geboten. Auch sollten Kunden stutzig werden, wenn etwa Barzahlung oder Vorkasse verlangt werde. Bezahlvorgänge und Kommunikation, die außerhalb von Amazon ablaufen, könnten über Amazon nicht abgesichert werden.

  • dpa
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