Dänischer Nobelhersteller will mit PKW-Herstellern kooperieren – Neue Flat-TV-Geräte sollen Nachfrage beleben
Bang & Olufsen entdeckt Geschäft mit Auto-Hi-Fi

Nach dem Umsatzverlust im Vorjahr will Bang & Olufsen (B&O) schnell wieder zurück auf Wachstumskurs. Dazu sollen neue Flat-TV-Geräte und die Expansion ins Geschäft mit Auto-Hi-Fi beitragen.

STRUER. Ausschlaggebend für den unerwartet hohen Einbruch im Finanzjahr 2003/04 waren das magere Angebot an Flat-TV-Modellen und eine Neustrukturierung des deutschen Händlernetzes. Viele Händler schieden aus, und weniger Kunden als erwartet ließen sich in die neuen Marken-Shops von B&O locken.

Weltweit fiel der Umsatz des Herstellers von High-End-Konsumelektronik um neun Prozent auf 3,61 Mrd. dänische Kronen (rund 485 Mill. Euro). Umsatzgewinne in Ländern wie Großbritannien, USA oder Japan wurden durch die Probleme in Deutschland geschmälert . Durch Kostensenkungen stieg jedoch der Vorsteuergewinn um 17 Prozent auf 341 Mill. Kronen. Im aktuellen Finanzjahr (zum 30.6.2005) Jahr soll der Vorsteuergewinn weiter auf 360 bis 390 Mill. Kronen zulegen.

Um wettbewerbsfähiger zu werden, baut B&O auch erstmals eine Produktionsstätte im Ausland, in der Tschechischen Republik, auf und verlagert Teile der Aluminium-Vorproduktion dorthin. Im Gegenzug fallen 200 Arbeitsplätze in Dänemark weg. Ein anderes Werk wurde an den weltweiten Auftragsfertiger Flextronics verkauft und produziert jetzt für B&O.

Erstmals seit Jahren will CEO Torben Ballegaard-Sörensen auch in einen völlig neuen Geschäftsbereich expandieren. Auf dem kommenden Automobilsalon in Genf sollen Kooperationen mit namhaften Herstellern von Luxus-PKWs vorgestellt werden. Die Dänen wollen als Erstausrüster in der automobilen Oberklasse Fuß fassen. Heute dominieren im noblen Car-Audio-Bereich Anbieter wie Blaupunkt oder Mark Levinson. Sörensen forciert diese Entwicklung mit Hochdruck. Ein gelungener Einstieg ins Autogeschäft könnte zukünftig für stabile Umsätze sorgen. Aktuell ist das Kerngeschäft mit audiovisuellen Luxus-Geräten der absoluten Oberklasse – Lautsprecherpaare von B&O kosten bis zu 15 000 Euro – starken Schwankungen unterworfen.

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