Das Beratungsgeschäft sorgt für gute Quartalszahlen
IBM macht der Wirtschaft Hoffnungen

Ein Silberstreif am grauen Horizont der Finanzkrise: Der US-Computerkonzern IBM hat hervorragende Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Es zahlt sich immer mehr aus, dass der Konzern inzwischen viel mehr ist als ein Hardware-Lieferant: Das Geschäft mit Software und Beratung wird gerade in der Konjunkturkrise immer wichtiger.

HB DÜSSELDORF. IBMs Überschuss legte im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 2,8 Mrd. Dollar zu. Der Umsatz kletterte um fünf Prozent auf 25,3 Mrd. Dollar. Zugleich bekräftigte IBM das Ziel, den Jahresgewinn um mindestens 22 Prozent zu steigern.

IBM profitierte vor allem vom Geschäft mit Dienstleistungen und Software. Diese Leistungen, die rund die Hälfte des IBM-Geschäfts ausmachen, sind meist in längerfristigen Verträgen geregelt und werden durch Krisen somit weniger stark belastet. Außerdem erwirtschaftet IBM rund zwei Drittel seines Umsatzes im Ausland und ist somit nicht so stark von der US-Konjunktur abhängig wie andere Unternehmen.

Die Entwicklung des IBM-Geschäfts gilt als ein wichtiger Gradmesser für die Stimmung in der Wirtschaft. Mit seinen zwei Säulen Computertechnik und Beratung hat der Konzern vor allem große Unternehmen und Behörden als Kunden. Die IBM-Zahlen erlauben somit einen gewissen Rückschluss über deren Ausgabebereitschaft. „IBM ist ein sehr wichtiges Unternehmen, weil es in vielen Branchen stark verzweigt ist“, meint Chris-Oliver Schickentanz, Leiter der Unternehmensanalyse bei der Dresdner Bank.

Allerdings warnt der Experte davor, die Zukunft der US-Wirtschaft wegen der guten IBM-Zahlen besser zu machen als sie ist: „Wir gehen davon aus, dass IBM derzeit einfach sehr viel aufgestellt ist als die meisten anderen Unternehmen in der Branche. IBM hat seine Kostenseite offenbar gut im Griff“, sagt Schickentanz. Schließlich hat sich das Geschäftsmodell des Konzerns deutlich geändert:

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