„Das Unternehmen steht nicht gut da.“
Sony streicht Personal nach Millionenverlust

Nach einem Rekordverlust von 50 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr sollen nun bei Sony Deutschland rund 200 von 850 Stellen wegfallen.

HB KÖLN. Nach einem Rekordverlust von 50 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2003/2004 (31. März) sollten bei der Sony Deutschland GmbH rund 200 von 850 Stellen wegfallen, berichtet das „manager magazin“ in seiner neuen Ausgabe (Freitag).

Sony Deutschland Chef Wolfdieter Griess sagte in Köln: „Das Unternehmen steht nicht gut da.“ Die genannten Zahlen wollte er weder dementieren noch bestätigen. Das Elektronikunternehmen habe Verluste gemacht und befinde sich nun in einer Umstrukturierung, zu dem auch Personalabbau gehöre. „Wir sind zu langsam, zu fett und damit nicht wettbewerbsfähig“, betonte Griess.

Sony Deutschland beschäftigt nach Unternehmensangaben derzeit knapp 1 000 Mitarbeiter. Die Schließung eines Großlagers mit mehr als 1 000 Produkten habe bereits Stellen gekostet, sagte Griess, ohne Zahlen zu nennen. Bis Ende Juni werde dieser Schließungsprozess beendet sein. Für die betroffenen Mitarbeiter seien mit dem Betriebsrat Abfindungsverträge geschlossen worden. Sony Deutschland werde seine „Hausaufgaben machen“ und bis spätestens September ein „glaubhaftes und umfassendes Konzept“ vorstellen, mit dem die Wettbewerbsfähigkeit wieder hergestellt werden soll.

Griess sagte, er sei nach zehn Jahren erst im Februar 2004 wieder zu Sony zurückgekehrt, um das Unternehmen aus seiner schwierigen Lage herauszumanövrieren. Im Geschäftsjahr 2002/2003 hatte Sony Deutschland einen Umsatz von rund 1,13 Milliarden Euro eingespielt. Laut „manager magazin“ schrumpfte der Umsatz 2003/2004 um rund zehn Prozent.

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