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Daten-Mining: Mac-User leisten sich teurere Hotelzimmer und stehen auf fünf Sterne

Dank wachsenden Datenmengen haben Firmen immer mehr Einblick in das Verhalten ihrer Kunden. Das Reiseunternehmen Orbitz ist beim Durchforsten seiner Kundendaten auch auf überraschende Verhaltensmuster gestoßen.

Wer die Reiseseite Orbitz.com von einem Mac aus ansurft, gibt mehr Geld für Hotelzimmer aus. Quelle: dapd
Wer die Reiseseite Orbitz.com von einem Mac aus ansurft, gibt mehr Geld für Hotelzimmer aus. Quelle: dapd

New YorkMac-Nutzer sind anders: Wer einen der Apple-Computer benutzt, gibt deutlich mehr Geld für Hotelzimmer aus und bucht außerdem eher ein Luxushotel, als ein PC-Nutzer. Das haben die Datenforscher des Online-Reiseverkäufers Orbitz herausgefunden.

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„Wir hatten das intuitiv geahnt, und dank unseren Daten konnten wir das bestätigen“, sagte Orbitz-Technologiechef Roger Liew dem „Wall Street Journal“.

Die Daten des Unternehmens zeigen, dass wer einen Mac nutzt, durchschnittlich zwanzig bis dreißig Dollar mehr pro Nacht ausgibt, als wer einen PC nutzt. Beim Durchschnittspreis der Seite, 100 Dollar pro Nacht und Zimmer, ist das ein erheblicher Unterschied.

Mac-Nutzer tendieren außerdem stärker dazu, Zimmer in Fünfsterne-Hotels zu buchen. Bei Mac-Nutzern sei die Wahrscheinlichkeit vierzig Prozent höher, dass sie sich in einem Fünfsterne-Hotel einquartieren, sagte Chef-Forscher Wai Gen Yee.

Data-Mining Wenn Daten zur Folter werden

Algorithmen sind die Ordnungssysteme unserer Zeit. Je mehr Daten wir anhäufen, desto stärker bestimmen diese unser Leben. Manche empfinden eine solche Entwicklung allerdings bereits als „sadistisch“.

Data-Mining: Wenn Daten zur Folter werden

Das Durchforsten der Daten ist nicht nur eine Spielerei. Als Resultat dieser Einsichten, zeigt Orbitz Mac-Nutzern und PC-Nutzern nun verschiedene Angebote, und hofft, so mehr Geld einzunehmen. Wer mit einem Mac auf Orbitz.com surft, dem werden nun die teureren Hotels gezeigt, als einem PC-Nutzer. Allerdings hätten die Nutzer die Möglichkeit, die Angebote nach Preis zu ordnen.

Das Erforschen von Verhaltensmustern in Kundendaten ist ein einigermaßen neuer Trend. Das Reiseunternehmen Orbitz hatte das zur Priorität gemacht, nachdem die Verkaufszahlen in den letzten Jahren stark eingebrochen waren.

Marketing

Letztes Jahr verbuchte Orbitz einen Verlust von 37 Millionen Dollar. Der Aktienwert ist um fast drei Viertel gesunken, seit das Unternehmen 2007 an die Börse gegangen ist.

Hinter der Daten-Initiative steckt Barney Harford. Der neue Chef des Unternehmens, der von Konkurrent Expedia zu Orbitz gestoßen ist, legt ein besonderes Augenmerk auf das sogenannte Daten-Mining, schreibt das „Wall Street Journal“.

An Daten mangelt es nicht. Täglich wickelt Orbitz.com nach eigenen Angaben über eine Million Suchen nach Hotelzimmern ab.

Er hat Datenforscher von eBay und Google für das Analyse-Team rekrutiert. Und diese finden nun Muster heraus, um Kunden bessere Angebote zu machen. Manchmal hilft es da bereits, zu wissen, mit welchem Computer ein Kunde die Seite ansteuert.

  • 23.07.2012, 10:52 Uhrvolvisto

    Es auf Mac-Nutzer zu reduzieren, ohne den Hintergrund des Nutzers zu kennen (Dienstreisen, Dienstlaptop, Kreativer Werber, etc.) ist die Erkenntnis eigentlich nicht verwertbar. Im privaten Bereich sind eben mehr PC's zu Hause, auch wenn der Anteil vom Mac's zunimmt.

  • 26.06.2012, 11:32 Uhrtja

    Der nächste Schitt wird sein die Preise dynamisch an den buchenden-PC anzupassen.
    Das gleiche Angebot wird einem Mac $37 teurer angezeigt.
    Das wird die Kehrseite "wenn man nichts zu verbergen hat".

  • 26.06.2012, 11:05 UhrCharbonnier

    Wer sich als Redakteur mit so einem Schwachsinn beschäftigt ist nicht ausgelastet oder bekommt ein zu hohes Gehalt!

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