Datenbank-Software boomt
Oracle legt bei Gewinn und Umsatz zu

Aufgrund einer stärkeren Nachfrage nach Datenbank-Software konnte der US-Softwarekonzern und SAP-Konkurrent Oracle seinen Gewinn im Vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um satte 15 Prozent steigern. Von der Entwicklung des Geschäfts mit Anwendungssoftware sind Analysten allerdings nicht ganz so begeistert. Der Aktienkurs gab daher im nachbörslichen Handel nach.

HB SAN FRANCISCO. Das Unternehmen steht in einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit Kartellbehörden, die die geplante feindliche Übernahme von PeopleSoft durch Oracle verhindern wollen. Unabhängig vom Ausgang dieses Verfahrens plant Oracle weitere millionenschwere Akquisitionen: „Wir haben einiges vor“, sagte Oracle-Finanzchef Jeff Henley. Es sei aber schwer zu sagen, man das eine oder andere getan werde.

In den drei Monaten zum 31. Mai sei der Nettogewinn auf 990 Mill. Dollar oder 19 Cent je Aktie von 858 Mill. Dollar im Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte der Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Den Umsatz bezifferte das Unternehmen, das seit Monaten eine Übernahme seines kleineren Rivalen Peoplesoft anstrebt, mit 3,08 Mrd. Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte der Umsatz 2,83 Mrd. Dollar betragen.

Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Gewinn je Aktie von 18 Cent und einem Umsatz von 3,07 Mrd. Dollar gerechnet. Das Ergebnis scheine im Rahmen zu liegen, sagte Charles Di Bona von Sanford C. Bernstein & Co. „Die Leute haben jedoch offenbar ein bisschen mehr erwartet.“

Enttäuscht hatten die Umsätze bei Anwendungssoftware. Sie waren um sechs Prozent auf 231 Millione Dollar gesunken, während die Umsätze bei Datenbanksoftware um 15 % auf 1,07 Mrd. Dollar gestiegen waren.

Gerade in dem verbesserten wirtschaftlichen Umfeld seien die Zahlen bei Anwendungssoftware etwas schwach, sagte Jason Brueschke von Pacific Growth Equities, zumal Oracle einige Geschäfte aus dem vorangegangen Quartal erst im jetzt abgerechneten Vierteljahr bilanziert habe. Oracle-Aktien gaben nachbörslich um 1,2 % auf 11,57 Dollar nach, nachdem sie mit 11,71 Dollar aus dem Handel gegangen waren.

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