Datendiebstahl
Telekom bespitzelt eigene Mitarbeiter

Die Meldungen zum Datenskandal der Telekom nehmen kein Ende. Einem Medienbericht zufolge wurden nun auch die Mitarbeiter des Konzerns überwacht – ironischerweise angeblich, um die Schuldigen am ursprünglichen Datenskandal zu ermitteln.

HB HAMBURG/MÜNCHEN. Die Telekom hat nach einem „Spiegel“-Bericht auch eigene Mitarbeiter bespitzelt, um den Diebstahl von mehr als 17 Millionen Kundendaten aufzuklären. Das Nachrichtenmagazin verwies am Samstag auf einen internen Untersuchungsbericht der Telekom, wonach Angestellte der Handy-Tochter T-Mobile Verbindungsprotokolle von internen Verdächtigen ausgewertet haben sollen. Entsprechende Daten seien nun auf der Festplatte eines Angestellten gefunden worden. Der bereits in der Affäre um ausgespähte Journalisten und Aufsichtsräte beschuldigte Manager soll angeblich ohne Rücksprache mit Vorgesetzten gehandelt haben. Die Telekom wolle nun in den nächsten Tagen personelle Konsequenzen aus der Skandalserie ziehen.

Dem „Spiegel“ zufolge sollen selbst Spitzenmanager zur Disposition stehen. Den Aufsichtsrat habe Konzern-Chef René Obermann vergangene Woche persönlich über die jüngste Entwicklung unterrichtet. Die Staatsanwaltschaft sei ebenfalls informiert.

Festnetz-Chef Timotheus Höttges zufolge reagierten vergleichsweise wenige Kunden auf den Datenklau bei T-Mobile. Die Telekom habe 6 000 Anrufe und 1 000 Mails besorgter Kunden erhalten. 640 Kunden hätten eine neue Rufnummer beantragt. „Gott sei Dank gingen nur sehr wenig Beschwerden ein“, sagte Höttges dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Seinen Worten zufolge kommt die Telekom bei der Aufklärung des Falls voran. „Ein Bauernopfer wird es nicht geben“, sagte Höttges, fügte aber hinzu: „Wenn die Verantwortlichen ausfindig gemacht sind, wird es kurzfristige personelle Konsequenzen geben.“

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