Datenschutz Dropbox will deutsche Kundendaten nicht mehr in USA speichern

Millionen Deutsche nutzen Dropbox zum Speichern von Daten wie Bildern. Bisher wurden diese vom Cloudspeicherdienst in den USA gespeichert. Nun umwirbt Dropbox Unternehmenskunden mit einer Ankündigung.
Update: 11.02.2016 - 11:55 Uhr
Dropbox will deutsche Daten in Zukunft in Deutschland speichern. Quelle: dpa
Daten in die Cloud

Dropbox will deutsche Daten in Zukunft in Deutschland speichern.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer US-Cloudspeicherdienst Dropbox zieht die Konsequenzen aus den Vorbehalten deutscher Nutzer gegen eine Speicherung ihrer Daten auf US-Servern. Das Unternehmen will künftig die Daten deutscher Kunden nur noch in Deutschland speichern, berichtet die „Wirtschaftswoche“. „Wir bauen eine entsprechende Infrastruktur zur Speicherung der Daten in Deutschland auf“, sagte Dennis Woodside, der bei Dropbox das Tagesgeschäft leitet, dem Magazin. Das Angebot richtet sich zunächst nur an Unternehmenskunden, könnte aber später auf Privatnutzer ausgeweitet werden.

Es ist das erste Mal, dass Dropbox Daten außerhalb der USA speichert. Die Speicherung in Deutschland soll voraussichtlich im dritten Quartal beginnen. Das Unternehmen wird allerdings nicht ein eigenes Rechenzentrum eröffnen. Dropbox betreibt auch jetzt keine eigenen Serverparks, sondern greift auf die Dienste von Amazons Web Services zurück.

Im deutschsprachigen Raum nutzen 30 Millionen Kunden den Dienst, darunter aber nur 4000 Unternehmenskunden. Das Speichern der Daten in Deutschland soll vor allem Firmen von dem Angebot überzeugen, die bisher Datenschutzbedenken gegen ein Speichern auf US-Servern haben.

Dropbox hat weltweit inzwischen 400 Millionen registrierte Nutzer. „Jeden Monat kommen zehn Millionen hinzu“, sagt Woodside. Die meisten Kunden nutzen jedoch die kostenlose Variante, um die Einnahmen zu erhöhen zielt Dropbox verstärkt auf Unternehmenskunden.

Die wertvollsten Start-ups der Welt
Platz 10: Dropbox
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Der in San Francisco ansässige Anbieter von Web-Speicher zählt bereits mehr als 400 Millionen private Nutzer und wird zurzeit von 500 Unternehmen verwendet. Nach eigenen Angaben des Cloud-Unternehmens werden alle 24 Stunden 1,2 Milliarden Dateien in der Dropbox gespeichert. Seit der Gründung 2007 hat das Startup 0,6 Milliarden Dollar von Investoren wie Black Rock oder Goldman Sachs erhalten. Heute ist ihr Investment geschätzte zehn Milliarden Dollar wert. Damit liegt Dropbox auf Platz zehn im aktuellen Ranking des Wall Street Journal.

Platz 9: Pinterest
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Das soziale Bildernetzwerk bietet Nutzern die Möglichkeit, Fotos auf virtuellen Pinnwänden zu teilen, liken oder kommentieren. Das 2010 in San Francisco gegründete Startup verfügt heute über weitere Unternehmenssitze in New York, Chicago, Los Angeles, Atlanta, London, Paris, Berlin, Tokyo und Sao Paulo mit insgesamt über 500 Mitarbeitern. Der Unternehmenswert beläuft sich auf satte elf Milliarden Dollar, 1,3 Milliarden haben fremde Kapitalgeber bis heute in das Netzwerk investiert. Platz neun für das von drei Studenten gegründete Start-up.

Platz 8: SpaceX
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Das Raumfahrt-Startup von Tesla-Gründer Elon Musk hat bereits fünf Trägerraketen ins All befördert. Gegründet wurde Space Exploration Technologies, wie das Unternehmen vollständig heißt, bereits 2002, und hat sich seitdem mehrfach Geld bei Investoren geholt, insgesamt 1,1 Milliarden Dollar. Die Bewertung ist mit 12 Milliarden Dollar üppig.

Platz 7: Didi Kuaidi
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Auch die chinesische Taxi-App Didi Kuaidi ist für Kapitalgeber interessant: so flossen bereits 3 Milliarden Dollar in das Startup von Cheng Wei. Fahrdienstanbieter wie Uber oder Didi Kuaidi erfreuen sich in China immer größerer Beliebtheit. Davon profitiert der nun 15 Milliarden Euro schwere Dienstleister und landet auf Platz sieben im Ranking der Venture-Kapital-Firmen.

Platz 6: Flipkart
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Der virtuelle Marktplatz flipkart wurde 2007 von den Absolventen des Indian Institute of Technology Delhi, Sachin und Binny Bansal, gegründet. Seitdem haben verschiedene indische Investoren 3 Milliarden Dollar in das E-Commerce-Startup investiert, das mittlerweile fünf Mal so viel wert ist (15 Milliarden Dollar).

Platz 5: Snapchat
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Das erst 2011 in Los Angeles gegründete Startup Snapchat mit einem Wert von 16 Milliarden Dollar zählt heute zu den wertvollsten, nicht börsennotierten Unternehmen der Welt. Insgesamt 1,2 Milliarden Dollar haben US-amerikanische Kapitalgeber bereits in den Instant-Messaging-Dienst investiert. Die App, die sowohl für Smartphones als auch Tablets verfügbar ist, macht den Versand von Fotos an Freunde möglich. Das Revolutionäre: die Dateien sind nur wenige Sekunden sichtbar und zerstören sich dann selbst. Die Wiederherstellung ist allerdings innerhalb der Ordnerstruktur des eigenen Geräts möglich. Dieser kleine Umweg scheint den besonderen Reiz für Nutzer auszumachen.

Platz 4: Palantir
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Auch das vor einigen Jahren noch wenig bekannte Startup-Unternehmen Palantir Technologies aus Palo Alto im Silicon Valley schafft es in die Top Fünf des Rankings. 1,5 Milliarden Dollar investierten Kapitalgeber in den 20 Milliarden schweren Entwickler von Software, der in der Lage ist, Informationen aus verschiedensten Quellen miteinander zu verknüpfen und auszuwerten. Das weiß man nicht nur bei Hedgefonds gewinnbringend zu nutzen, um Markttrends herauszufiltern. Auch die US-Regierung nutzt eine Variante des Systems zum Jagen nach Terroristen, wobei Banküberweisungen, Einkäufe, Berichte von Fahndern und öffentliche Quellen wie das Internet, Facebook und Twitter zusammengeführt werden.

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