Datenskandal
Telekom hat auch Bsirske bespitzelt

Der Datenskandal bei der Deutschen Telekom hat offenbar ein neues prominentes Opfer. Gemäß der Darstellung der Gewerkschaft Verdi wurde auch deren Chef Frank Bsirske bespitzelt. Zudem wurde bekannt, dass die Zahl der bespitzelten Personen mehr als doppelt so hoch ist, wie bislang bekannt.

HB BERLIN. Inzwischen gebe es gesicherte Informationen, dass auch Verbindungsdaten von Bsirske und Vorstandsmitglied Rolf Büttner ausspioniert worden seien, sagte Verdi-Vorstand Lothar Schröder am Donnerstag in Berlin.

Schröder ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Telekom und ebenfalls von der Bespitzelung betroffen. Insgesamt seien zwölf Betriebsräte in dem Konzern und zehn ihrer Mitarbeiter in den Stäben ausspioniert worden.

Derweil gab die Bonner Staatsanwaltschaft bekannt, dass die Deutsche Telekom nach bisherigen Erkenntnissen insgesamt 55 Menschen illegal bespitzelt hat. Darunter befinden sich auch sieben Journalisten, teile die Behörde in Bonn mit. Zuletzt war die Rede gewesen von mindestens zwei Dutzend, die von der Bespitzelung betroffen waren.

Die Staatsanwaltschaft habe die Betroffenen angeschrieben und Gelegenheit zur Stellung eines Strafantrages gegeben. Zu dem Personenkreis gehören Mitglieder der Aufsichtsräte der Deutschen Telekom AG und deren Tochterfirma T- Mobile, ein Vorstandsmitglied der Telekom sowie Betriebsräte und dem Konzernbereich nicht zuzuordnende Dritte.

Zu dem Personenkreis gehören laut Staatsanwaltschaft Mitglieder der Aufsichtsräte der Telekom und deren Tochterfirma T-Mobile, ein Vorstandsmitglied der Telekom sowie Betriebsräte und dem Konzernbereich nicht zuzuordnende Dritte. Die Betroffenen seien aufgefordert worden, einen Strafantrag zu stellen.

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