Datenspeicherkonzern stärkt Softwaresparte
EMC Corporation schluckt Legato

Der amerikanische Datenspeicherriese EMC Corporation übernimmt die im gleichen Bereich tätige Softwarefirma Legato Systems Inc. im Zuge eines Aktientauschs für 1,3 Mrd. Dollar (1,1 Mrd Euro). Dies haben die beiden US-Firmen am Dienstag mitgeteilt.

HB/dpa HOPKINTON. Die Legato-Aktionäre sollen 0,9 EMC-Aktien je eigenen Anteil erhalten. Bei einem EMC-Kurs von 11,74 Dollar am Montag laufe dies auf einen Kaufpreis von rund 1,3 Mrd. Dollar hinaus. Die Legato-Aktionäre und die Aufsichtsbehörden müssen erst ihre Zustimmung geben. Die Transaktion soll im vierten Quartal 2003 vollzogen werden.

EMC teilte parallel zu der Kaufankündigung mit, dass der Umsatz im zweiten Quartal 2003 am oberen Ende des bisher prognostizierten Korridors von 1,425 Mrd. Dollar bis 1,475 Mrd. Dollar liegen werde. Der Quartalsgewinn pro Aktie werde das bisherige Ziel von drei Cent je Aktie erreichen oder um einen Cent übertreffen. Das Unternehmen erwarte für jedes Quartal des laufenden Jahres einen Gewinn. Die Transaktion werde den Gewinn pro Aktie im Jahr 2004 leicht erhöhen.

EMC will Legato nach der Übernahme als Software-Sparte mit Sitz in Mountain View (Kalifornien) betreiben. Legato-Chef David B. Wright soll die Sparte führen. Der Zusammenschluss verbinde die besten Datenspeicher-Technologien, betonte EMC-Chef Joe Tucci.

EMC stärkt nach Darstellung von Branchenkennern mit dem Legato- Kauf seine eigene Softwaresparte. Das Unternehmen bietet Datenspeicher-Hardware an und hat bislang versucht, im einschlägigen Software-Bereich durch kleinere Firmenkäufe stärker Fuß zu fassen.

EMC macht einen Jahresumsatz von 5,5 Mrd. Dollar. Im ersten Quartal 2003 hat das Unternehmen nach Darstellung des „Wall Street Journal“ aber nur 99 Mill. Dollar Umsatz (sieben Prozent des Gesamtumsatzes) mit „Open-System“-Softwareprogrammen erzielt. Es handelt sich dabei um Softwareprogramme, die auf Maschinen vieler verschiedener Anbieter einsetzbar sind.

Legato hatte nach Angaben der Zeitung im Jahr 2002 unter Einrechnung von Vergleichszahlungen und verschiedenen Abschreibungen einen Verlust von 229 Mill. Dollar und einen Umsatz von 262 Mill. Dollar ausgewiesen.

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