Datenverknüpfung
Facebook-Werbung wird noch persönlicher

Werbekunden können bei Facebook ihre Werbung demnächst noch persönlicher anzeigen lassen. Facebook weiß, ob man Pepsi mit Zucker oder doch lieber light trinkt – dank Verknüpfung mehrerer Datenauswerter.
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Menlo ParkFacebook gibt seinen Werbekunden in den USA die Möglichkeit, Zielgruppen für ihre Anzeigen noch präziser anzusprechen. Sie könnten künftig zum Beispiel gezielt Werbung für Facebook-Mitglieder schalten, die Frühstücksflocken für Kinder kaufen oder sich in den kommenden Monaten wahrscheinlich einen neuen Kleinwagen zulegen werden, erläuterte Facebook bei der Vorstellung am Mittwoch.

Dazu werden auch externe Informationen mehrerer amerikanischer Daten-Auswerter wie Acxiom und Datalogix hinzugezogen. Es würden keine persönlichen Daten geteilt, betonte Facebook. Die Werbetreibenden bekämen lediglich zu sehen, wie viele Menschen zu einer Zielgruppe gehörten. Deutschland ist Facebook zufolge nicht von dem neuen Projekt erfasst.

Zum Start seien über 500 Kundengruppen festgelegt worden. Personifizierte Werbung gilt als der große Vorteil von Facebook - schließlich weiß das Online-Netzwerk viel über die Vorlieben seiner mehr als einer Milliarde Mitglieder. Die Verknüpfung mit Informationen über das Kaufverhalten aus anderen Quellen eröffnet der Werbeindustrie noch mehr Möglichkeiten, auch wenn alle Beteiligten betonen, dass nur anonymisierte Informationen sichtbar seien. So schwärmte der Digitalchef des Getränkeriesen PepsiCo im „Wall Street Journal“, man könne jetzt unterschiedliche Werbung anzeigen, je nachdem ob jemand die klassische Pepsi mit Zucker oder die Light-Version bevorzuge.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Datenverknüpfung: Facebook-Werbung wird noch persönlicher"

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  • Ich lach mich kaputt: Dieses ganze hilflose Targeting im Netz ist doch eine einzige Nerverei. Stalking nennt man das im realen Leben. Geht man auf eine Seite oder schaut sich irgendwo einen Artikel an, wird man schon zum Verfolgungsopfer. Und die Werbetreibenden glauben auch noch den schlauen Mist, den die Agenturexperten sich da aus den Nägeln saugen. Längst boykottiere ich die Verfolger und treibe auch gern die kostenpflichtigen Adwords-Clicks in die Höhe, wenn sie mir bei Google über den Weg laufen.

  • Ich bitte drum! Immer heißt es Facebook würde persönliche Werbung ermöglichen. Wenn ich mir anschaue was ich in letzter Zeit für Werbeeinblendungen in der iOS Facebook App hatte kann ich daran nur zweifeln.
    Mir wurden Werbung von DJ Ötzi (6x), der Zurich Versicherung (4x), andauernde Werbung für irgendein Dubioses Tradingsystem und und und
    Für die Werbekunden ist es im Moment rausgeworfenes Geld wenn so schlecht selektiert wird. Ich habe zwar sehr viele Likes bei Bands gesetzt, allerdings wäre da so gut wie alles rausgekommen aber NIIIEEEEE DJ Ötzi sondern eher Hardcore, Jazz, Metal und was weiß ich...
    Ist schon lustig wie schlecht man als "gläserner" Kunde funktioniert ;-)

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