Dax-Konzern Deutsche Telekom erwartet steigende Dividende

Die Deutsche Telekom rechnet mit einem Zuwachs des Free Cash-flow, woran auch der Anstieg der Dividende gekoppelt ist. Die US-Steuerreform könnte ebenfalls positive Auswirkungen haben.
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Telekom steigert Gewinn dank der US-Steuerreform deutlich Quelle: dpa
Deutsche Telekom

Der Finanzvorstand Thomas Dannenfeldt hofft auf ein 10-prozentiges Plus der Dividende für 2018.

(Foto: dpa)

BerlinDie Deutsche Telekom ist „zuversichtlich“, im laufenden Jahr einen Zuwachs des Free Cash-flow und damit auch der Dividende um rund zehn Prozent zu erreichen. Finanzvorstand Thomas Dannenfeldt stellte darüber hinaus im Interview der „Börsen-Zeitung“ nach 2018 weiter steigende Dividenden in Aussicht.

„Im Hinblick auf unsere Mittelfristplanung, die 2018 noch mit umfasst, bin ich ebenfalls sehr zuversichtlich, dass wir unser Versprechen einhalten können, also insbesondere was die durchschnittliche jährliche Steigerung des Free Cashflow um rund zehn Prozent und die daran gekoppelte Dividendenpolitik betrifft. Ich sehe für 2018 keinen Grund, davon abzuweichen,“ erklärte Dannenfeldt.

Nach den gescheiterten Gesprächen mit dem japanischen Telekomkonzern Softbank über einen Zusammenschluss zwischen der US-Tochter T-Mobile US und dem amerikanischen Konzern Sprint machte Dannenfeldt klar, dass es „überhaupt keinen Drang“ gebe, die USA zu verlassen.

T-Mobile US hat nach Jahren mit einem negativen Free Cash-flow in den ersten neun Monaten einen freien Mittelzufluss von 921 Millionen Dollar gezeigt und rechnet bis 2019 mit einem durchschnittlichen jährlichen Plus von „mindestens 45 Prozent“. Allerdings sei die Telekom nicht dogmatisch. „Wenn jetzt jemand käme und ein Angebot auf den Tisch legt, sagen wir einmal 120 Dollar je Aktie, all Cash, dann müssten wir wohl darüber nachdenken“, so der Finanzvorstand.

Positive Auswirkungen erwartet Dannenfeldt indes auch von der US-Steuerreform, die sich für die Deutsche Telekom im Ergebnis nach Minderheiten mit einem „relevanten dreistelligen Millionen-Euro-Betrag“ auszahlen sollte. Die eingeleitete Zinswende in den USA dürfte dagegen für den Konzern kaum Bedeutung haben. Die Telekom sei langfristig finanziert mit einem „sehr ausgewogenen Fälligkeitsprofil“.

Im Durchschnitt „stehen jährlich drei bis fünf Milliarden Euro zur Refinanzierung an“, in diesem Jahr „nur zwei Milliarden Euro“. Allerdings werde die Telekom, um vorzeitig abrufbare Schulden von T-Mobile US zu refinanzieren, „zwischen fünf und zehn Milliarden Euro“ am Bondmarkt aufnehmen.

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