Debatte über Medien: „Lügenpresse“, wie wir das sehen

Debatte über Medien
„Lügenpresse“, wie wir das sehen

Viele Zeitungen werden zurzeit als „Lügenpresse“ beschimpft. Woher kommt das schwindende Vertrauen in die Medien? Das Handelsblatt hat seine Leser gefragt und antwortet auf immer wiederkehrende Kritikpunkte.
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Über das Unwort des Jahres 2014 wurde in den vergangenen Tagen viel gesprochen. Viele Fans der Handelsblatt-Facebook-Page haben geschrieben, „Lügenpresse“ sei kein „Unwort“, denn die Presse lüge tatsächlich. Sie hätten das Vertrauen in die Medien grundsätzlich verloren.

Wir wollten mit den Nutzern diskutieren und haben gefragt: Vertrauen Sie „den“ Medien tatsächlich nicht mehr - und wenn nein, warum nicht? Was verstehen Sie unter einer „freien und unabhängigen Presse“? Und: Was wünschen Sie sich ganz konkret von uns, Ihrer Handelsblatt-Redaktion?

Mehr als 300 Leser haben sich an der Diskussion beteiligt. Auf Facebook haben wir bereits zu einigen Fragen direkt Stellung bezogen. Immer wieder wurden aber Kritikpunkte geäußert, auf die wir jetzt nochmal besonders eingehen wollen.

Auf den folgenden Seiten beantworten Kollegen aus der gesamten Handelsblatt-Redaktion – von Handelsblatt-Online-Chef Oliver Stock bis hin zu Thorsten Giersch, Mitglied der Chefredaktion von Handelsblatt Online – Ihre Fragen und äußern sich zu Ihrer Kritik.

Kommentare zu " Debatte über Medien: „Lügenpresse“, wie wir das sehen"

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  • Wahlenthaltung kann nicht dazu führen, daß Politiker von den Fleischtöpfen weggewählt werden können. Die Anzahl der wählbaren Politiker bleibt gleich!

  • zu 3. "Meehr Europa"

    Das hundsgemeine und dadurch verbrecherische liegt darin, dass durch Meehr Europa unser aller Volksherrschaft, nämlich die Demokratie, sukzessive ausgehölt und letztlich abgeschafft wird.

    Denn jede Kompetenzverlagerung nach Brüssel fällt RAUS aus der Zuständigkeit des Bundestags. Im Bundestag jedoch findet der entscheidende Gesetzgebungspart statt, mit Abstimmung durch von uns gewählter Repräsentanten, mit parlamentarischen Rechten wie Untersuchungsausschuss versehen.

    Abgabe nach Brüssel bedeutet NICHT, dass halt künftig in selber Funktion das EU-Parlament tätig ist - was aber jeder hier im Volk meint.

    Tatsächlich wandert diese Kompetenz ab in die KOMMISIONEN - wo lediglich ein einziger Kommissar als Revier-Kaiser dass absolute Sagen hat. Dadurch also keine parlamentarische Diskussion mehr über Sinn und Unsinn, keine Öffentlichkeit über den Prozess.

    Letztlich, in ein paar (wenigen) Jahren werden wir eine KONZERNHERRSCHAFT haben, da die Besetzung der Kommissionen und deren Fachpersonal im Stillen von den Bankstern geregelt wird. Übrig bleiben ein paar Scheininstitutionen wie das EU-Parlament, Opium fürs Volk.

    Exkurs: Diese durch parlamentarische Prozesse dann NICHT MEHR umstürzbare Zentralregierung hat dann bspw. unsere Bundeswehr, die ursprünglich mal als reine Volksverteidigungsarmee bestand, im Rahmen der Abschaffung der Wehrpflicht als REINE SÖLDNERTRUPPE in ihren Diensten - und kann dann schon auch mal im Inneren eingesetzt werden...

  • Allen Lesern, die sich einmal in die Lage eines wahrheitsliebenden Journalisten versetzen wollen, der über ein Tabuthema schreiben möchte, dem empfehle ich Monika Marons Roman "Flugasche". Darin geht es um direkte Zensur - nämlich über das Verbot, über ein politisch unerwünschtes Thema - nämlich die katastrophale Umweltverschmutzung in der Region Bitterfeld - eine Reportage zu veröffentlichen.
    Die Journalistin, die sich gegen ihre Vorgesetzten und opportunen Kollegen stellt, muss sich letztendlich entscheiden zwischen Freiheit bzw. Kündigung mit ungewisser Zukunft und Loyalität, beruflichem Zwang, aber gesichertem Arbeitsplatz.

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