Deutliche Reduzierung der Absatzprognose
Fotografen verschmähen Olympus' Digitalkameras

Der japanische Medizingeräte- und Optikhersteller Olympus hat zwar seinen Umsatz im Halbjahr getsiegert, aber nur noch ein Drittel verdient. Das Geschäft mit Digitalkameras läuft schlecht.

HB TOKIO. Olympus teilte am Dienstag mit, der Netto-Gewinn im Halbjahr (per Ende September) sei von 6,71 Milliarden Yen im Vorjahreszeitraum auf 2,17 Milliarden Yen (rund 15,6 Millionen Euro) gesunken. Der Umsatz sei indes im Halbjahr um 54 Prozent auf 476,3 Milliarden Yen geklettert, erklärte der Konzern. Grund dafür sei vor allem die positive Entwicklung der Inkubatoren-Sparte ITX.

Bis zum Ende des Geschäftsjahres im März würden wohl nur 8,1 Millionen Digitalkameras verkauft, teilte Olympus am Dienstag mit. Bislang war der Konzern von 9,5 Millionen Stück ausgegangen.

Konica-Minolta, Fuji und Kodak leiden momentan ebenfalls unter der Digitalfotografie. Die Konkurrenz ist groß und der Preisdruck dadurch enorm. Die Produktzyklen sind mittlerweile so kurz, dass die Kameramodelle kaum mehr ihre Entwicklungskosten einspielen können. Der Kamerahersteller Kyocera (Contax, Yashica) ist deshalb im April aus dem Geschäft ausgestiegen. Nur Marktführer Canon und sein Erzrivale Nikon frohlocken - machen sie doch besonders mit den hochpreisigen digitalen Spiegelreflexkameras gute Geschäfte. Olympus hat ebenfalls solche Geräte im Angebot, doch kommt bei weitem nicht auf die Stückzahlen der Konkurrenz. Denn die Kunden greifen lieber auf die etablierten Kamerasysteme zurück anstatt auf das neue von Olympus.

Im Gesamtjahr werde nun ein Reingewinn von 27 Milliarden Yen erwartet nach bislang vorhergesagten 23 Milliarden Yen, teilte Olympus mit. Die guten Geschäfte in der Medizin-Sparte würden das schlechte Abschneiden bei den Digitalkameras ausgleichen. Die Japaner sind etwa die weltgrößten Hersteller von Endoskopen.

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