Deutlicher Zuwachs
PC-Nachfrage stimmt Intel optimistisch

Der weltgrößte Chiphersteller Intel profitiert von einer überraschend kräftigen Erholung am PC-Markt. Der US-Konzern hob deshalb am Donnerstag seine Umsatzprognose an. Die Nachricht kommt genau zur rechten Zeit.
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San Francisco/Santa ClaraBei dem vom Boom der Smartphones und Tablets kalt erwischten Chip-Hersteller Intel ziehen die Geschäfte an. Vor allem Unternehmen würden wieder verstärkt Computer kaufen, erklärte der US-Konzern. Das Management kalkuliere daher nun mit Erlösen im zweiten Quartal von 13,4 bis 14 Milliarden Dollar (bis 10,3 Milliarden Euro) statt wie bislang mit 12,5 bis 13,5 Milliarden Dollar sowie mit einer leicht höheren Gewinnmarge.

Fürs Gesamtjahr rechnet Intel nun nicht mehr mit Stagnation sondern mit etwas Umsatzwachstum. Grund dürfte Experten zufolge vor allem sein, dass Microsoft die Unterstützung seines alten Betriebssystems Windows XP eingestellt hat. Viele Firmen nutzten den Umstieg auf modernere Software auch gleich zur Anschaffung neuer Desktop-Rechner. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung würden ebenfalls höher ausfallen als bisher geplant.

Der positive Ausblick kommt zur rechten Zeit: Erst am Donnerstag hatte der Konzern im Streit um eine Milliarden-Strafe der EU-Kommission eine Niederlage erlitten. Ein EU-Gericht wies Intels Einspruch gegen eine vor fünf Jahren verhängte Strafe von 1,06 Milliarden Euro zurück. Der Kommission zufolge hat Intel seine beherrschende Marktstellung ausgenutzt und damit die Wettbewerbsregeln der Europäischen Union verletzt.

Die Intel-Aktie reagierte nachbörslich mit einem Plus von mehr als vier Prozent auf die neue Prognose. Bereits im April hatte der Konzern seine Gewinnerwartung für 2014 angehoben.

Der US-Konzern ist Platzhirsch im Geschäft mit Prozessoren für Heim- und Firmen-PCs. Doch der Konzern hatte den Trend hin zu Smartphones und Tablets verschlafen, die einen immer größeren Anteil am Gesamtmarkt ausmachen. Intel arbeitete zuletzt mit Hochdruck daran, seine Chips in Alltagsgeräte zu integrieren, um sie mit dem Internet zu verbinden. Das reicht vom Auto bis zum Babyfon.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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