Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft soll einsteigen
SPD an Frankfurter Rundschau interessiert

Die SPD will laut einem Medienbericht über ihre Druck- und Verlagsgesellschaft (DDGV) bei der finanziell erheblich angeschlagenen „Frankfurter Rundschau“ einsteigen.

HB FRANKFURT. „Spiegel Online“ berichtete am Mittwoch, die DDGV strebe eine Beteiligung von bis zu 75 % am Druck- und Verlagshaus Frankfurt an, in dem die Zeitung erscheint. Ein DDGV-Sprecher sagte dazu lediglich, er könne sich an Spekulationen über sein Unternehmen nicht beteiligen.

Das Online-Magazin berichtete weiter, die SPD-eigene Holding wolle in Kürze einen Vertragsentwurf für den Einstieg bei dem Zeitungsverlag vorlegen. Dabei könne die DDGV mit der Rückendeckung von Gerhard Zerth rechnen, der die „Rundschau“-Eigentümerin Karl-Gerold-Stiftung leitet.

Die DDGV verwaltet den umfangreichen Beteiligungsbesitz der SPD. Dazu gehören bereits Anteile an einer Reihe von Zeitungen und Druckereien. Unterdessen gab die gewerkschaftliche Beteiligungsgesellschaft BGAG bekannt, sie habe sich gegen einen Einstieg beim Verlag der „Rundschau“ entschieden. „Die BGAG hatte ein solches Engagement geprüft, nachdem das Druck- und Verlagshaus auf der Suche nach neuen Finanzpartnern auch an sie herangetreten war“, erklärte die Gesellschaft am Mittwoch in Frankfurt.

Die Prüfung habe ergeben, dass der Verlag der „Rundschau“ bei konsequenter Restrukturierung eine fundierte Sanierungschance haben könnte, erklärte die Gewerkschaftsholding weiter. Allerdings läge ein Engagement in der Zeitungsbranche nicht im bisherigen Fokus der BGAG.

Die Holding im Besitz des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und der Einzelgewerkschaften ist nach eigenen Angaben vor allem an Finanzdienstleistern und Immobilienunternehmen beteiligt. Die überregional erscheinende „Frankfurter Rundschau“ ist ebnenso wie andere große Zeitungen durch die seit Jahren anhaltende Flaute im Anzeigengeschäft in die Krise geraten. Zur Sanierung will der Verlag 600 Arbeitsplätze abbauen und sein Grundstück in der Frankfurter Innenstadt an einen niederländischen Projektentwickler verkaufen.

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