Kloibers Kinokette Cinemaxx, die bundesweit 46 Kinocenter mit 337 Leinwänden betreibt, rechnet für das Gesamtjahr mit einem Wachstum zwischen zwei und vier Prozent. Im vergangenen Jahr erzielte Cinemaxx einen Umsatz von 162 Mill. Euro. Das Betriebsergebnis (Ebit) lag bei 6,8 Mill. Euro.
Derzeit diskutiert die Branche intensiv, wie neue Zielgruppen in die Filmtheater gelockt werden können. Denn die vor allem in den neunziger Jahren entstandenen Multiplexe locken vor allem gut betuchte Kunden nicht mehr an. Mangelnde Hygiene, schlechter Service und Essen während der Vorstellungen haben den Kinocentern geschadet. Kloiber glaubt, dass sich künftig vor allem guter Komfort und besserer Service auszahlen wird. Cinemaxx hat bereits in Würzburg und Essen erste Pilotversuche gestartet. So wurde in der Ruhrgebietsmetropole Essen beispielsweise ein Saal mit opulenten Ledersesseln und gläsernen Beistelltischen ausgestattet. In Würzburg versucht Cinemaxx mit einer eleganten Kinolounge, neue Altersgruppe wieder in die Filmtheater zu locken.
Vorbild für mehr Luxus in den Kinos ist die amerikanischen Kinokette Landmark Theatres. Mit so genannten Wohnzimmer-Kinos will Todd Wagner, Chef der Landmark Theatres, ein neues Publikum anlocken, das ansonsten Multiplexe meidet. Zu diesen neuen Kinosälen gehören Ledersessel und Sofas sowie eine gemütlicher Warteraum. Im Gegenzug muss der Kinobesucher einen deutlich höheren Eintrittspreis zahlen.

