Deutsche Messe zieht gen Osten
Die Cebit geht mit einem Pavillon nach Indien

Indiens boomende Technologie-Industrie lockt die Deutsche Messe ins Land. Der Cebit-Veranstalter hat eine Partnerschaft mit der lokal führenden IT-Messe Infocom geschlossen. Die Hannoveraner organisieren im Dezember erstmals einen Cebit-Pavilion auf der Infocom in Kalkutta. Deren Federführung unterliegt dem IT-Branchenverband Nasscom und dem Medienhaus ABP.

olm NEU DELHI. „Für uns ist dies der erste Schritt zur Ausweitung unserer Messe-Aktivitäten in Indien“, sagt Eberhard Roloff, Mittel- und Osteuropa-Chef der Deutschen Messe AG. Sie organisiert bereits Cebit-Veranstaltungen in Schanghai, Sydney und Istanbul. Zudem haben die Deutschen gerade die internationale Vermarktung des Messegeländes im südindischen Technologie-Mekka Bangalore übernommen. Dort wollen sie bald ebenfalls Messen veranstalten.

„Indien ist ein hochattraktiver Markt für europäische Technologiefirmen geworden“, sagt Roloff. Vielen Mittelständlern falle der Gang dorthin jedoch schwer. Sie sollen unter dem Dach der Cebit auf der Infocom ein Tor zu neuen Absatzchancen finden, aber auch zu Offshore-Leistungen und Zulieferern.

Das Interesse des deutschen Messe-Riesen am indischen Markt unterstreicht die wachsende internationale Bedeutung der dortigen Technologie-Branche. Im Vorjahr stiegen Indiens Exporte von IT-Diensten um fast ein Drittel auf 24 Mrd. Dollar. Der Löwenanteil entfällt auf Software und die Wartung von Netzwerken im Westen. Ein Viertel machen IT-gestützte Dienstleistungen aus wie die Abwicklung von Personalverwaltung oder Rechnungswesen. Bis 2010 sollen die IT-Ausfuhren auf 60 Mrd. Dollar anziehen.

Neben Dienstleistern entstehen auch in der Hardware-Branche erste global konkurrenzfähige Zulieferer, und Ausländer bauen Indien zum Produktionsstandort aus. Nokia, Samsung und Motorola haben Handy-Fabriken gebaut. Flextronics, ein führender Elektronik-Auftragshersteller, expandiert in Madras, AMD investiert 3,5 Mrd. Dollar in eine Mikrochip-Fabrik. „Der Binnenmarkt ist groß genug für lokale Fertigung“, sagt Karnik. Vielen Mittelständlern aus Europa sei dies noch nicht klar.

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