Deutsche Telekom
Drahtlos statt Festnetz-Plan regt Politiker auf

Wieso Festnetz? Ein Drahtlos-Anschluss tut es doch vielleicht auch. Solche Überlegungen stellt die Telekom für unrentable Gegenden an. Sie könnte damit indes an den Aufreger um die Volumenbegrenzung anknüpfen.
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Bonn/BerlinDie Deutsche Telekom will testen, ob sie in einzelnen Neubaugebieten Festnetzanschlüsse durch drahtlose Anschlüsse ersetzen kann. Dies werde für Neubaugebiete überlegt, in denen sich eine Festnetzversorgung gegenüber einer drahtlosen Lösung als unwirtschaftlich erweise, teilte die Deutsche Telekom AG am Samstag in Bonn der Agentur dpa mit.

Zuvor hatte die "Saarbrücker Zeitung" in ihrer Samstagausgabe berichtet, die Telekom erwäge den Verzicht auf unrentable Festnetz-Anschlüsse, wenn sich dies aus Sicht des Konzerns nicht rechne. Man wolle künftig prüfen, ob etwa an Stadträndern oder im ländlichen Raum noch Kupferkabel für Festnetz-Anschlüsse verlegt werden.

„Voraussetzung dafür (...) ist jedoch, dass sich in der Qualität der Versorgung durch einen drahtlosen Anschluss nichts ändert und auch die Kosten für den Kunden nicht höher sind“, teilte das Unternehmen der dpa weiter mit. Im Einvernehmen mit der Bundesnetzagentur und den kommunalen Spitzenverbänden solle es demnächst einen Pilotversuch mit freiwilliger Teilnahme geben.

Wo, wann und mit wie vielen Teilnehmern sei noch unklar, sagte ein Telekom-Sprecher der Agentur. Der Pilotversuch soll mindestens ein Jahr laufen. Die betroffenen Neubaugebiete sollen währenddessen parallel mit Festnetz wie bisher auch ausgebaut werden. Erst nach dem Test soll festgestellt werden, ob sich ein drahtloser Anschluss als gleichwertige Alternative eignet.

Das bisherige Telefongerät soll dabei weiter genutzt werden können. Auch alle anderen Funktionen des Festnetzanschlusses sollen verfügbar bleiben. Neben der „Saarbrücker Zeitung“ hatte auch die „Nordsee-Zeitung“ (Samstag) über die Pläne berichtet. Die Bundesnetzagentur in Bonn war am Samstag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Bei der Bundesnetzagentur, die den Wettbewerb im Telefonmarkt überwacht, stößt das Vorhaben aber nach Angaben der "Saarbrücker auf Kritik.

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Kommentare zu " Deutsche Telekom: Drahtlos statt Festnetz-Plan regt Politiker auf"

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  • Hat schon mal einer an den immer umfangreicher werdenden Ausbau der Funkstrahlung gedacht?
    Zumindest in Fachkreisen ist bekannt, dass sich diese Strahlung negativ auf Organismus, Blutbeschaffenheit u.ä. auswirkt. Wann werden wir vernünftig und werfen nicht einen Bummerang nach dem anderen los?

  • Hier kommt wohl das Festnetz & DSL Zuhause Komplettpaket "Call & Surf Comfort via Funk" der Telekom aus dem Produktbereich Call & Surf Comfort zum Surfen & Telefonieren, das für Privatkunden als exklusives Angebot für Gebiete ohne bzw. mit eingeschränkter DSL-Versorgung und als die Alternative/der Ersatz für Festnetz-DSL beworben wird, zum Zuge!
    http://www.telekom.de/privatkunden/internet/komplettpakete/call-und-surf-comfort-pakete

    Telekom Werbeslogan: Call & Surf Comfort via Funk Die Alternative zu DSL. Auch bei Ihnen zu Hause.
    http://www.telekom.de/privatkunden/internet/komplettpakete/call-und-surf-comfort-pakete/call-und-surf-comfort-via-funk

    Beispiel: Der Tarif M im Zuhause Komplettpaket Call & Surf Comfort via Funk

    Bandbreite SpeedOn (Down/Up)*: 50 Mbit/s / 10 Mbit/s
    Inklusivvolumen**: 15 GB
    Zeit bis zur Drosselung***: 40 Minuten
    Drosselung Downstream um den Faktor: 130.21
    Drosselung Upstream um den Faktor: 156.25
    Drosselung Downstream in %: 99.23
    Drosselung Upstream in %: 99.36
    Bandbreite SpeedOff (Down/Up): max. 384 kbit/s / 64 kbit/s

    *genutzte angenommene dauerhaft stabile zur Verfügung stehende (bis zu) Bandbreite
    **Internet Flat bzw. Inklusivvolumen bis zur Drosselung / Abschaltung des Zugangs
    ***Ein Monat hat zwischen 40320 und 44640 Minuten.

    Weitere Fakten unter:
    http://forum.telekom.de/foren/read/service/service/tarife/call-surf-via-funk/lte-drosselung-lte-die-alternative-zu-dsl-breitbandausbau,899,11128677.html

  • Mit anderen Worten: Durch das Verbot der Quersubventionierung ist eine legale unterschiedliche Definition der Grundversorgung entstanden. Die Gewinne der Telekom aus den ländlichen Bereichen werden dort aber nicht reinvestiert, sondern dienen dann zur Ausschüttung an die Aktionäre, die hoffentlich auch nur dem ländlichen Bereich zuzuordnen sind?
    Wenn das so ist glaube ich ab sofort wieder an den Osterhasen.

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