Deutsche Telekom
Einigung im Telekom-Tarifstreit

Im Tarifstreit bei der Deutschen Telekom haben sich beide Seiten in der Schlichtung mit Vermittler Henning Voscherau geeinigt. Mit dem Ergebnis sind beide Seiten zufrieden. Die Vernunft habe gesiegt.

HB BONN/BERLIN. "Diese Einigung war schwierig", sagte Voscherau. Man habe "drei lange und zwei Nächte" intensiv verhandelt. Ergebnis sei eine Schlichtungsempfehlung, hinter der alle Beteiligten stünden.

Der Kompromiss mit 24 Monaten Laufzeit sieht laut Voscherau im ersten Jahr drei Prozent und im zweiten Jahr 2,5 Prozent mehr Geld vor. Außerdem wird der Kündigungsschutz um ein Jahr verlängert, wie aus einer Pressemitteilung der Telekom hervorgeht. Beschäftigte der T-Servicesparte, die von der im Jahr 2007 mit Verdi vereinbarten Gehaltsabsenkung betroffen waren, erhalten zusätzlich einen Aufstockungsbetrag. Außerdem werden die monatlichen Vergütungen für die Auszubildenden in den Jahren 2009 und 2010 angehoben. Dem Vorschlag müssen noch die Gremien der Tarifparteien zustimmen.

Hamburgs früherer Erster Bürgermeister hatte nach dem Scheitern der Tarifgespräche für rund 50 000 Beschäftigte vor zwei Wochen seine Schlichtungsbemühungen aufgenommen. Die Gewerkschaft Verdi war mit der Forderung nach 8,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 220 Euro Plus im Monat, in die Auseinandersetzung gegangen.

Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. "Eine Schlichtung ist kein Wunschkonzert", sagte er. Die maßgeblichen Ziele seien aber erreicht worden. "Insgesamt gäbe dieser Abschluss Sicherheit und Zuversicht für die Beschäftigten." Der Personalvorstand der Deutschen Telekom, Thomas Sattelberger, sagte: "Das Ergebnis ist ein vernünftiger Kompromiss."

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