IT + Medien

_

Deutsche Telekom: Fusion von T-Mobile in den USA droht zu scheitern

Der zweite MetroPCS-Aktionär rebelliert gegen den Deal mit der Telekom. Nach dem gescheiterten Verkauf an AT&T droht nun auch die zweitbeste Lösung, die Fusion, zu scheitern.

T-Mobile-Filiale in den USA. Quelle: dapd
T-Mobile-Filiale in den USA. Quelle: dapd

New YorkNeues Ungemach für die Deutsche Telekom : In den USA macht ein zweiter Großaktionär von MetroPCS Front gegen die geplante Fusion mit der Telekom-Tochter T-Mobile USA. Die Investmentfirma Paulson & Co teilte am Freitag mit, dass die bisherigen Konditionen des Zusammengehens für die MetroPCS-Anteilseigner nicht vorteilhaft genug seien. "Es könnte klüger für MetroPCS sein, unabhängig zu bleiben und andere Optionen der Wertsteigerung zu suchen." Paulson hält 8,7 Prozent der Aktien des fünftgrößten US-Mobilfunkers.

Anzeige

Artikel zum Download Wie der Stellenabbau der Telekom abläuft

Overhead heißt auf Deutsch „Mehraufwand" - und damit will sich die Telekom nicht mehr abfinden. Die Gründe für den bevorstehenden Stellenabbau – und wie er ablaufen wird.

Das für die Fusion vorgesehene Aktientauschverhältnis benachteilige die MetroPCS-Eigner und die Schulden, die dem neuen Unternehmen aufgebürdet werden sollen, seien zu hoch. Es sei noch keine Entscheidung getroffen worden, ob Paulson auf der Metro-Hauptversammlung gegen den Deal stimmen werde, hieß es. In seiner Argumentation folgt Paulson der Kritik der Investmentfirma P. Schoenfeld Asset Management, die die Fusionspläne vor einer Woche angegriffen hatte. Schoenfeld hält nach eigenen Angaben zwei Prozent der MetroPCS-Aktien.

Die Mobilfunkhochzeit war Anfang Oktober angekündigt worden. Allerdings steht die Zustimmung der MetroPCS-Aktionäre aus - die Abstimmung soll nach früheren Telekom-Angaben bis Ende März erfolgen. Der Bonner Konzern soll drei Viertel der Anteile an dem neuen Unternehmen halten - die bisherigen MetroPCS-Aktionäre bekommen den Rest sowie 1,5 Milliarden Dollar in bar. MetroPCS und T-Mobile zusammen kämen auf 42,5 Millionen Handy-Kunden. Für die Telekom ist die Fusion nur die zweitbeste Lösung. Eigentlich wollten die Bonner T-Mobile USA im vergangenen Jahr für 39 Milliarden Dollar an den Telekomriesen AT&T verkaufen.

Keine Gegenofferte Keine Gefahr für US-Billigfusion

Die Telekom muss wohl doch kein Wettbieten um den US-Fusionspartner MetroPCS fürchten.

  • Die aktuellen Top-Themen
Kindle-Konkurrent: „Der Tolino behauptet sich toll“

„Der Tolino behauptet sich toll“

Es gibt nicht nur den Kindle: Die deutschen Buchhändler haben mit dem Tolino einen Gegenentwurf entwickelt. Ihre ersten Erfolge in Sachen E-Books sind beachtlich – doch an einer wichtigen Stelle ist Amazon noch besser.

Rückzug aus Spanien: Eon sagt „Adios España!“

Eon sagt „Adios España!“

Eon verabschiedet sich aus Spanien. Konzernchef Teyssen setzt einen radikalen Schlussstrich unter die Expansion seines Vorgängers in Südeuropa. Mit seinen eigenen Entscheidungen hatte er bislang jedoch auch kein Glück.

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläumsfestivitäten – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Mit dem Jobturbo durchsuchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen  in 36 deutschen Stellenbörsen.
Diese Jobs suchen die Handelsblatt-Leser:
1. Ingenieur   6. Bauingenieur
2. Geschäftsführer   7. Marketing
3. Financial Analyst   8. Jurist
4. Controller   9. Volkswirt
5. Steuerberater   10. Designer