Deutsche Telekom
Konzern verschmilzt Festnetz und Mobilfunk

Telekom-Chef René Obermann hat die letzte Hürde für die geplante Verschmelzung von Festnetz und Mobilfunk in Deutschland genommen. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung in Hannover stimmten die Aktionäre gestern mit einer deutlichen Mehrheit für den Schritt.
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DÜSSELDORF. Finanzchef Timotheus Höttges rechnet damit, dass durch die Verschmelzung der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ab dem Jahr 2015 um jährlich 600 Mio. Euro steigt. Ein Drittel davon seien Kosteneinsparungen etwa bei IT-Systemen, der Rest sei auf höhere Umsätze zurück zu führen.

Die Umsätze sollen steigen, weil die Zusammenlegung der bislang getrennten Unternehmensteile die Werbung um Kunden erleichtert. Zwar arbeiten bereits seit zwei Jahren Vertrieb und Service der beiden Sparten zusammen. Aus juristischen Gründen darf die Telekom aber Festnetzkunden, die nicht explizit eingewilligt haben, keine Produkte der anderen Sparte anbieten und umgekehrt. Das Potential für zusätzliche Verkäufe ist groß: Nur knapp ein Viertel der 29 Mio. deutschen Haushalte, die Kunden bei der Telekom sind, besitzen sowohl einen Festnetzanschluss als auch einen Mobilfunkvertrag der Telekom.

Das Deutschland-Geschäft ist mit einem Umsatz von zuletzt gut 26 Mrd. Euro der größte Markt der Telekom. Die neue Sparte wird 85 000 Mitarbeiter haben. Das Aktionärstreffen gestern war mit 2600 Anteilseignern deutlich weniger gut besucht als reguläre Hauptversammlungen.

Sandra Louven
Sandra Louven
Handelsblatt / Korrespondentin in Madrid

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