Deutsche Telekom
Obermann krempelt Telekom komplett um

Die Deutsche Telekom plant einen grundlegenden Umbau des Konzerns. Nach Informationen des Handelsblatts aus Unternehmenskreisen will Vorstandschef René Obermann die beiden wichtigsten Konzernsparten Festnetz und Mobilfunk in Deutschland zusammenlegen.

DÜSSELDORF. Am Donnerstag soll der Aufsichtsrat über den Plan abstimmen. Die Telekom wollte sich dazu nicht äußern. Mit der geplanten Fusion vollzieht Obermann, was er bei seiner Amtsübernahme Ende 2006 begonnen hat. Damals führte der neue Chef, der zuvor die Mobilfunksparte geführt hatte, in einem ersten Umbauschritt konzernübergreifende Verantwortungen ein, verzichtete jedoch auf die Zusammenlegung von Festnetz und Mobilfunk. Auf den Märkten sind beide Bereiche seither eng zusammengewachsen, Konkurrenten haben den Schritt der Telekom bereits vollzogen.

Einer der Pioniere im Umbau war die Schweizer Swisscom, die seit Anfang vergangenen Jahres Mobilfunk und Festnetz voll integriert hat. In Deutschland ist die Nummer zwei auf dem Markt, Vodafone, diesen Weg ebenfalls gegangen, nachdem sie im vergangenen Mai ihre Festnetztochter Arcor komplett übernommen hatte.

Die Telekom hat mit der Zusammenführung von Festnetz und Mobilfunk so lange gezögert, weil sie eine Lähmung der wichtigsten Einheiten befürchtete. "Wir hatten genug damit zu tun, das operative Geschäft zu stabilisieren", heißt es aus dem Führungszirkel des Konzerns.

Im laufenden Geschäft scheint Obermann aber inzwischen so weit vorangekommen zu sein, dass er nun den großen Schritt wagt. Auf dem deutschen Markt mit schnellen Internetanschlüssen (DSL) konnte er im vergangenen Jahr rund die Hälfte aller neuen Kunden an sich binden. Nach zwei gesenkten Gewinnprognosen innerhalb eines Jahres dürfte Obermann 2008 das gesteckte Ziel erreicht haben. Die Telekom legt am Freitag ihr Jahresergebnis vor.

In Telekomkreisen heißt es, Ziel der geplanten Zusammenlegung sei kein Personalabbau. Allerdings würden zahlreiche Managerposten überflüssig: Das neue Gebilde soll nur noch einen Konzernvorstand haben statt wie bisher zwei, einen Personalchef, einen Finanzchef und so weiter.

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