Deutsche Telekom
Ricke will Telekom nicht zum Medienkonzern machen

Kurz vor der Hauptversammlung am Mittwoch hat der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom AG, Kai-Uwe Ricke einem Strategieschwenk eine Absage erteilt.

HB BERLIN. Ricke reagierte im Interview mit der "Welt am Sonntag" auf Forderungen, den Telekommunikationskonzern in ein umfassendes Medienhaus umzuwandeln. "Wir brauchen kein eigenes Mediengeschäft, es passt einfach nicht zu unserer Strategie", sagte er der Zeitung. Die Telekom sei ein Zugangsanbieter. "Natürlich brauchen wir Inhalte, die wir sichern müssen. Bundesligarechte zählen dazu. Und natürlich müssen wir auch die Kompetenz haben, Inhalte zusammenzustellen. Aber deswegen müssen wir nicht Inhalte selbst herstellen."

Die Telekom werde ab Mitte des Jahres über ein neues Hochgeschwindigkeitsnetz auch Fernsehprogramme als Teil eines Triple-Play-Produktes anbieten, bei dem sowohl Internet als auch Telefongespräche und Unterhaltungsprogramme über das DSL-Kabel übertragen werden. Dafür benötige der Konzern Partner. In diesem Zusammenhang habe die Telekom auch der Kauf des Pay-TV-Anbieters Premiere überprüft. "Als gute Kaufleute setzen wir uns immer mit allen Optionen auseinander", sagte Ricke dazu.

Über die Nutzung der Bundesliga-Rechte ist es zwischen der Telekom und der DFL zum Streit darüber gekommen, auf welche Weise die Fußballbilder von der Telekom übertragen werden dürfen. "Wir haben Rechte erworben, und wir behalten uns vor, diese Rechte auch zu nutzen", sagte Ricke der Zeitung.

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