Deutscher IT-Markt
PC-Absatz wächst dank neuer Technik

Im ersten Quartal 2008 stieg der Computer-Absatz in Deutschland deutlich. Grund dafür ist vor allem der Trend zu immer kleineren und preiswerteren Notebooks. Inzwischen erkennt neben zahlreichen PC-Herstellern auch ein großer Discounter das Potenzial – und kündigt seinen Einstieg in das Geschäft an.

HB FRANKFURT/MAIN. Im ersten Quartal 2008 wurden in Deutschland 2,72 Mill. Computer verkauft, das waren 17,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Marktforschungsinstitut IDC am Mittwoch in London mitteilte. Allein bei Notebooks gab es eine Steigerung um 44,4 Prozent, während die Nachfrage der Privathaushalte nach Desktop-Computern weiter zurückging. Für das Gesamtjahr 2008 erwartet IDC in Deutschland einen Zuwachs im PC-Geschäft um 11,9 Prozent. „Hauptantriebskraft des Wachstums wird 2008 die anhaltende Nachfrage nach tragbaren PCs sein“, erklärte IDC-Analystin Lucie Jichova.

Reges Interesse findet vor allem die neue Geräteklasse der „Netbooks“ - das sind Mini-Notebooks mit Bildschirmgrößen zwischen sieben und zehn Zoll. Mit einem Preis von 399 Euro ist der „Medion Akoya Mini“ von Aldi zwar um rund 100 Euro teurer als der Pionier dieser neuen Geräteklasse, der EeePC von Asus. Mit einer Bildschirmgröße von zehn Zoll ist es aber etwas größer und bietet mehr Leistung bei Prozessor (Intel Atom N270 mit 1,6 GHz), Arbeitsspeicher (1 GB RAM) und Festplatte (80 GB). Typisch für die neuen Rechnerzwerge ist, dass ein DVD-Laufwerk fehlt. Die Daten kommen über Internet (integrierte WLAN-Technik) oder einen USB-Stick auf die Festplatte.

Während der erste EeePC mit einem speziell angepassten Linux lief, finden die Käufer des Aldi-Netbooks ein den meisten wohl vertrauteres Windows XP vor. Die neuartigen Notebooks sind die einzige Geräteklasse, die Microsoft weiterhin mit diesem Betriebssystem versorgt - mit dem Nachfolger Vista wäre die Hardware der kleinen Computer überfordert.

Inzwischen bietet auch Asus ein Mini-Notebook mit größerem Bildschirm (neun Zoll) und Windows XP an. Nach dem Verkaufserfolg des Eee-PCs von Asus entwickeln zurzeit zahlreiche weitere PC-Hersteller Notebooks im Taschenbuchformat. Auch Hewlett-Packard, Dell, Acer, MSI und ECS wollen demnächst in diesen neuen Teilmarkt einsteigen. Für zusätzliche Impulse sorgt dabei der von Intel neu eingeführte Prozessor Atom, der sowohl hohe Leistung als auch geringen Stromverbrauch verspricht.

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