Deutschland schwächelt
Vodafone gewinnt in Schwellenländern

Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone hat im abgelaufenen Quartal von der Expansion in Schwellenländern profitiert.

dpa-afx LONDON. Der Umsatz sei um 7,5 Prozent auf 8,3 Mrd. britische Pfund geklettert, wobei die Akquisitionen in Indien und der Türkei zum Wachstum beitrug, teilte die Gesellschaft am Donnerstag in London mit. Organisch wuchsen die Erlöse um vier Prozent. In Deutschland, einem der wichtigsten Märkte Vodafones, sackten die Erlöse indes weiter ab.

In Deutschland ist der Mobilfunkumsatz nach Angaben der Muttergesellschaft organisch um 6,3 Prozent gefallen. Vorstandschef Arun Sarin führte dies auf die Absenkungen der Terminierungsentgelte und den harten Wettbewerb zurück, der zu einem Preisverfall geführt hatte. Durch Zuwächse in den Wachstumsregionen seien die Rückgänge in einigen europäischen Ländern ausgeglichen worden, sagte Sarin.

Vodafone fokussiert sich bei seiner Wachstumsstrategie auf schnell entwickelnde Länder wie Indien und Südafrika, während die Erlöse in den gesättigten Märkten Europas durch Einsparungen stabilisiert werden sollen. Wichtigster Baustein ist dabei der Kauf der indischen Hutchinson Essar (heute Vodafone Essar) für knapp elf Mrd. Dollar. Teil der Sparmaßnahmen ist die Auslagerung von weiten Teilen der IT an IBM und EDS, die planmäßig verläuft, wie Sarin sagte.

Weltweit nahm Vodafone im vergangenen Quartal 9,1 Mill. neue Nutzer unter Vertrag. Ende Juni telefonierten damit 232 Millionen Menschen über das Netz des nach Umsatz weltgrößten Handy-Konzerns.

Für das laufende Geschäftsjahr 2007/2008 (bis Ende März) stellte der Vodafone-Konzern weiter einen Umsatz von 33,3 Mrd. bis 34,1 Mrd. Pfund in Aussicht. Der bereinigte operative Gewinn soll bei 9,3 bis 9,8 Mrd. Pfund liegen, nach 9,5 Mrd. Pfund im Vorjahr.

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